FPÖ-Weinzinger zu Fremdwährungskrediten: FPÖ gegen Vorgehen der FMA

"Betroffen wären vor allem Privathaushalte und hier in erster Linie Häuselbauer und in Folge das Bau- und Baunebengewerbe sowie der Handel"

Wien (OTS) - "Ein klares Nein" zum Vorgehen der
Finanzmarktaufsicht FMA hinsichtlich der Fremdwährungskredite -insbesondere für private Haushalte - kommt vom Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich und FPÖ-Finanzsprecher, NAbg. Lutz Weinzinger. "Wurde bislang auf Freiwilligkeit und Einsicht basierend den Bürgern nahegelegt, angeblich wegen des hohen Risikos für private Haushalte die Fremdwährungskredite zurückzufahren, so wurde in den letzten Tagen die Gangart durch die FMA verschärft."

Bisher griffen die Banken zu Zwangskonvertierungen und übten ziemlichen Druck auf die Leute aus, in den Euro zu wechseln. "Jetzt soll es zu einem regelrechten Verbot für Fremdwährungskredite kommen", zeigte Weinzinger auf. Eine zwingende Kreditaufnahme in Euro bedeute, so der FPÖ-Finanzsprecher, "Mehrkosten für die Konsumenten und aus Bankensicht Mehreinnahmen von bis zu rund 1,6 Milliarden Euro. Damit allein wäre die beabsichtigte Bankensteuer schon um das Dreifache übertroffen und somit wohl ad absurdum geführt."

Es sei die Frage des angeblichen Risikos recht einfach zu beantworten, so Weinzinger: "Im finanzmathematischen Sinn ist die Schwankungsbreite relativ hoch, zumindest aber höher als bei Vergleichsobjekten - etwa im Vergleich Japanischer Yen und Euro." Eine hohe Schwankungsbreite könne Mehrkosten, aber auch einen korrespondierenden Ertrag mit sich bringen. "Risiko ist also a priori nichts Verwerfliches. Den Rest müssen professionelle Berater und die Kunden im Rahmen ihrer Privatautonomie schon selbst schultern, Eurokredite sind ja auch bis dato keinesfalls ausgeschlossen", betonte Weinzinger.

Der FPÖ-Finanzsprecher zeigte abschließend auf, "dass diese Maßnahme auch eine volkswirtschaftlich schädliche Umverteilung bedeutet. Betroffen sind in erster Linie Privathaushalte und hier vor allem die Häuselbauer, in weiterer Folge das Bau- und Baunebengewerbe sowie der Handel. Profiteure sind schließlich die Banken, die offenbar in Österreich ein geschützter Bereich sind. Ihrerseits verwenden sie das Geld restriktiv zum Aufbau von Eigenkapital oder für Spekulationen, sie werden aber sicherlich nicht im selben Ausmaß Eurokredite vergeben."

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