Frauenwunsch-Kalender Tür 4: Psychoterror bei Schwangerschaftsabbruch!

Frauenring fordert: Schützt uns vor FanatikerInnen

Wien (OTS) - Organisierte, militante FanatikerInnen versuchen
Frauen an der Durchführung eines legalen Schwangerschaftsabbruches zu hindern und Frauen in ihrer freien Entscheidung für oder gegen ein Kind einzuschränken. Sie lauern seit Jahren Frauen vor medizinischen Frauengesundheitseinrichtungen und -praxen, in denen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, auf, um sie anzusprechen, zu beleidigen, zu beschimpfen, sich ihnen in den Weg zu stellen, sie festzuhalten, ihnen Gegenstände zu überreichen, ihnen falsche Informationen zu geben, ihre Autokennzeichen aufzuschreiben oder um sie zu fotografieren.

Gemäß einem Urteil des Oberlandesgerichts Wien vom 15.4.2004 kann von Psychoterror dieser AktivistInnen gesprochen werden. Psychoterror ist eine Form von Gewalt. Für Frauen, die sich in einer ohnehin schwierigen Situation befinden und die sich die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch nicht leicht gemacht haben, ist das ein unzumutbarer Zustand. Frauen in dieser belastenden Lebenssituation sollten keinesfalls diesem psychischen Druck und den Belästigungen ausgesetzt sowie in ihrem Recht auf reproduktive Gesundheit eingeschränkt und in ihrem Recht auf Schutz ihrer Intimsphäre verletzt werden.

Seit 1975 ist durch die Fristenregelung der Schwangerschaftsabbruch legal. Frauen haben damit nach jahrzehntelangem Kampf die Möglichkeit gewonnen, sich im Falle ungewollter Schwangerschaft unter guten medizinischen Bedingungen und nach umfassender Information straffrei für einen Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden. Was bis heute immer noch fehlt ist ein wirksamer Schutz der Frauen vor dem Psychoterror vor den Kliniken.

Wir fordern daher eine bundesweite Schutzzone und einen sicheren Zugang zu den Ambulatorien!

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