• 03.03.2010, 09:00:21
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  • OTS0028 OTW0028

Wirtschaftliche Integration in Mitteleuropa

Eine Bestandsaufnahme am Beispiel der CENTROPE-Region

Wien (OTS/WIFO) - Seit der EU-Erweiterung bis zur gegenwärtigen
Wirtschaftskrise war die CENTROPE-Region durchwegs durch ein hohes
Wachstum und eine deutliche Verbesserung der Arbeitsmarktlage
geprägt. Wirtschaftlich ist die Region aber immer noch schwach
integriert. Dies betrifft vor allem die grenzüberschreitende
Mobilität der Arbeitskräfte.

Die Pendel- und Migrationsbewegungen innerhalb der Region sind
eher gering. In der österreichischen Ostregion stammen 2,1% der
erwerbsfähigen Bevölkerung aus anderen CENTROPE-Ländern. Unter den
CENTROPE-Regionen der neuen EU-Mitgliedsländer ist der Anteil der im
Ausland geborenen Erwerbspersonen im tschechischen Südwesten (mit
1,6%) am höchsten und in der Westslowakei (mit 0,5%) am niedrigsten.
Nur aus der ungarischen (nach Österreich) und der slowakischen
Grenzregion (nach Ungarn und Tschechien) sind nennenswerte
grenzüberschreitende Pendelbewegungen zu verzeichnen.

Befragungen über die Pendel- und Migrationsbereitschaft in der
Region zeigen überdies in Wien wie auch in der Grenzregion der
Slowakei ein "reales" Potential (Personen, die bereits um eine
Arbeitsgenehmigung angesucht oder sich um einen Arbeitsplatz beworben
haben) von rund 2,5% der Bevölkerung. Österreich wird dabei von rund
einem Drittel der slowakischen Arbeitskräfte als präferiertes
Zielland genannt. Überwiegend wollen die Befragten jedoch in anderen
Ländern arbeiten. Vor allem Großbritannien und Deutschland, aber auch
Italien und die angrenzenden neuen EU-Länder (insbesondere
Tschechien) sind weitere beliebte Zielländer für Slowakinnen und
Slowaken.

Große Unterschiede bestehen auch in den
Internationalisierungsaktivitäten von Wiener und westslowakischen
Unternehmen. Wiener Unternehmen sind mit 22,2% beinahe doppelt so
häufig auf einem Auslandsmarkt tätig wie Betriebe aus
Bratislava-Trnava (11,4%). Während in beiden Herkunftsregionen etwa
36% der Unternehmen angeben, dass internationales Engagement für sie
grundsätzlich in Frage kommt, sind von diesen Unternehmen am Standort
Wien zwei Drittel, in der Region Bratislava-Trnava jedoch nur ein
Drittel auch tatsächlich international tätig.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem WIFO-Monatsbericht
2/2010
(http://www.wifo.ac.at/wwa/jsp/index.jsp?fid=23923&id=38388&typeid=8&
display_mode=2)

Rückfragehinweis:
Mag. Dr. Peter Huber, Dr. Klaus Nowotny
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO
Tel. +43 1 798 26 01-404 bzw. 471 * Fax. +43 1 798 93 86
mailto:[email protected], [email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/235

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