Frauenberger: Wien beweist Mut bei Frauenförderung und Integration

Wiener Zuwanderungskonzept und aktive Frauenförderung als Vorzeigemodelle

Wien (OTS/SPW) - Wien sei Vorreiterin in Sachen Frauenförderung
und moderner Integrationspolitik, betonte die Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz & Personal, Sandra Frauenberger bei einer am Montagabend vom Stadtmagazin "Wien Live" veranstalteten Podiumsdiskussion im MUMOK Café im Wiener Museumsquartier.****

Im Gespräch mit Edith Meinhart vom Wochenmagazin "profil" und Karin Strobl von der Tageszeitung "heute" auf die Kritik an der kürzlich durchgeführten Wiener Volksbefragung angesprochen, stellte Frauenberger fest, dass die Wienerinnen und Wiener mit der zweithöchsten Beteiligung von 35,9% hier ein klares Zeichen gesetzt haben. Die Volksbefragung sei deshalb eindeutig als Erfolg zu sehen. "Mir ist Partizipation auf jeder Ebene wichtig", unterstrich Frauenberger und versprach eine rasche Umsetzung der Entscheidungen. "Es steht uns als Stadtregierung nicht zu hier zu warten."

Versachlichung der Integrationsdebatte

Den Ängsten der Bevölkerung im Bezug auf das Thema Migration begegne die Stadt Wien im Gegensatz zu den Populisten die nur Ängste schüren, mit einer Versachlichung der Debatte, so die Integrationsstadträtin. Das Wiener Integrationskonzept sei ein Meilenstein, weil es nicht nur politische Entscheidungen beinhalte, sondern auch wissenschaftlich abgesichert sei. Frauenberger sprach sich für klare Regeln aus, wer zuwandern darf und unter welchen Vorraussetzungen. Einen wichtigen Bestandteil stellt für die Integrationsstadträtin dabei die Wiener Zuwanderungskommission dar, die im Gegensatz zum Nationalen Aktionsplan für Integration von Ministerin Fekter von überparteilicher Zusammenarbeit geprägt ist. Weiters sei es notwendig, die Themen Integration und Sicherheit sowohl in der öffentlichen Debatte als auch politisch zu entkoppeln. Frauenberger forderte daher einmal mehr die Einrichtung eines eigenen Staatssekretariats für Integration.

Viel zu tun gäbe es auch bei der Wahrnehmung von Zuwanderung, stellte Frauenberger fest. Es werde zu oft von einem negativen Bild von ZuwanderInnen ausgegangen, daher sei es Auftrag der Politik zu informieren und diese Bilder zu verändern. So sei es zum Beispiel viel zu wenig bekannt, dass bereits mehr ZuwanderInnen aus EU Staaten nach Österreich kommen als aus Drittstaaten, merkte die Integrationsstadträtin an.
"In einer immer dynamischeren Welt kann es nicht mehr darauf ankommen, wo jemand geboren wurde, sondern welchen Beitrag welche Frau und welcher Mann für die Gesellschaft leistet", stellte Frauenberger klar.
"Wir müssen auf die Menschen zugehen und auf Basis der sozialdemokratischen Werte Ängste abbauen", beschrieb sie dabei den Auftrag der SPÖ und Verwies auf Initiativen wie die Bassenagespräche wo sie direkt mit den Menschen in Dialog tritt.

Mut bei Frauenförderung

"Johanna war eine Vorreiterin des Feminismus, aber auch im Kampf gegen Rassismus", würdigte Frauenberger die kürzlich verstorbene Frauenministerin a.D. Johanna Dohnal zu Beginn des Themenbereichs Frauenpolitk. Gemeinsam mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek kämpfe sie beim Justizministerium vehement darum, eine der langjährigen Forderungen von Johanna Dohnal, Schutzzonen um Abtreibungskliniken, umzusetzen.

Frauenberger zeigte sich als Verfechterin einer Frauenquote, sowohl in der Politik, als auch in Führungspositionen und Aufsichtsräten. "Es gibt für jede Position qualifizierte Frauen", räumte Frauenberger mit einem üblichen Vorurteil auf und forderte entsprechende Sanktionen, wenn Quoten nicht eingehalten werden.

Um dem Thema Gleichstellung auch in der öffentlichen Debatte mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, forderte Frauenberger eine neue "Halbe-Halbe"-Diskussion und damit eine Umverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zu thematisieren. Dabei seien auch die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen.
Als Vorzeigeprojekt gelte hierbei die Koppelung der Auftragsvergabe der Stadt Wien an eine entsprechende Frauenförderung in den jeweiligen Betrieben, welche noch im Frühjahr umgesetzt werde. "Hier wird Wien Mut beweisen", so die Frauenstadträtin. (Schluss) mt

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