Franz Vranitzky und Egon Bahr am Montagabend zu Gast im Bruno Kreisky Forum

Letztes Exemplar der "Berliner Ausgabe" von Willy Brandt wird präsentiert

Wien (OTS/SK) - Der frühere deutsche Staatssekretär Egon Bahr stellt heute im Bruno Kreisky Forum für Internationalen Dialog das letzte Exemplar der Berliner Ausgabe der Memoiren Willy Brandts vor. Der Gründer des Bruno Kreisky Forums, Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky, nennt den Umstand, dass die Buchpräsentation genau am 30. Jahrestag des legendären Wahlsiegs Bruno Kreiskys im Jahr 1970 stattfindet, eine "glückliche Koinzidenz". ****

"Neben den zahlreichen Reformen der Ära Kreisky war der Beginn der 1970er Jahre auch von einer markanten Belebung österreichischer Außenpolitik gekennzeichnet", so Vranitzky. "Kreisky brachte den Österreichern überzeugend nahe, wie wichtig Außenpolitik für ein kleines Land ist, dass Neutralität im Interesse von Friedenspolitik nützlich eingesetzt werden kann und dass der Stellenwert eines Landes im Rahmen der internationalen Organisationen bei geeigneten Anstrengungen ein durchaus beachtlicher sein kann. Dass Wien damals zusätzlich zu New York und Genf dritte Sitzstadt der Vereinten Nationen wurde, ist sichtbarer Beweis für Kreiskys erfolgreiches Wirken. Im Wege der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation schlug die Regierung Kreisky einen Pionierweg zur Erleichterung des internationalen Nahost-Dialogs ein."

"Willy Brandt, Bruno Kreisky und Olof Palme agierten Jahre hindurch im Schulterschluss europäischer Sozialdemokraten und zogen so innerhalb und außerhalb Europas große Aufmerksamkeit auf sich, namentlich in der Dritten Welt. Die drei Parteivorsitzenden hatten zu einem früheren Zeitpunkt die Notwendigkeiten der Politik erkannt, die Wechselwirkungen von Beschäftigungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit zu beachten."

Vranitzky betont auch, dass die Rückbesinnung auf den 1. März 1970 in Österreich und die Befassung mit dem Lebenswerk Willy Brandts geeignet sind, brauchbare Impulse für die neuen Aufschwungkräfte in der Sozialdemokratie europaweit zu liefern. (Schluss) rb/mp

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