VP-Leeb: Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit kein Grund zu jubeln!

Wien (OTS) - Als erfreulich bewertet ÖVP-Stadträtin Isabella Leeb den Rückgang der Zahl der Lehrstellensuchenden in Wien, jedoch dürfe man dabei die Realität nicht aus den Augen verlieren.
"Es ist schon eine besondere Unverfrorenheit, wenn die Stadt Wien ihre Versäumnisse im Bildungsbereich als großartige Leistung verkauft und damit nichts anderes meint, als eine Ausbildungsgarantie. Die Frage nach dem Warum stellen sich die Verantwortlichen im Rathaus dabei nicht. Wenn die Stadt Wien hier nicht weiter weiß, helfe ich gerne auf die Sprünge", so Leeb:
"Unsere Kinder sind nicht dumm. Sie haben jedoch ein Recht auf bessere Chancen, die sie im Wiener Pflichtschulbereich allerdings nicht bekommen. Ein Konglomerat aus nicht funktionierender Schulsozialarbeit, einem eklatanten Lehrermangel sowie der Überforderung des Systems auf ganzer Linie führt zu verzweifelten Eltern, Lehrern und Schülern. Die zuständigen Verantwortlichen sind aufgefordert endlich die Ursachen und nicht nur die Wirkung zu bekämpfen."

Viele der Lehrstellen suchenden Schulabgänger würden ohne auch nur Ansatzweise genügender Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz auf den Arbeitsmarkt treten. Ihnen gegenüber stünde eine Wirtschaft, die ausbilden will, jedoch damit überfordert ist, neben der Vermittlung von Lehrinhalten Bildungsdefizite aus dem Pflichtschulbereich auszugleichen.
Der Ausbau an überbetrieblichen Ausbildungswerkstätten würde das Problem bestenfalls um drei Jahre verschieben. "Niemand stellt sich die Frage, was danach passiert. Hier werden bei Eltern und Jugendlichen falsche Hoffnungen geweckt, denn die Ausbildung in einer Lehrwerkstätte ist in Realita nicht mit einer Ausbildung im Betrieb gleichzusetzen. Viele der Absolventen haben später große Schwierigkeiten, am freien Stellenmarkt unterzukommen.", so Leeb weiter.

Pro Ausbildungsplatz würden in einer Lehrwerkstätte 85.000 Euro, hauptsächlich aus Mitteln des Bundes, lockergemacht. Das bedeutet, dass für gerade einmal 1.000 Ausbildungsplätze 85 Millionen Euro ausgegeben werden. "Mit einem Bruchteil des Geldes könnte man ein Vielfaches an Ausbildungsplätzen direkt in der Wirtschaft schaffen und den Jugendlichen damit auch wirklich eine Chance für die Zukunft bieten!", so Leeb abschließend.

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