Rudas zum 40. Jahrestag des ersten Kreisky-Wahlsiegs: "Bruno Kreisky hat Österreich um Jahrzehnte weitergebracht"

Eine Ära die den Begriff "Wende" verdient hat

Wien (OTS/SK) - =

Am 1. März 1970 gewann der sozialdemokratische
Spitzenkandidat Bruno Kreisky die Nationalratswahl und schrammte nur ganz knapp an der absoluten Mehrheit vorbei - ein Umstand, der sich nur ein Jahr später ändern sollte. Vor allem aber: Die Zeit der SPÖ-Regierungen unter Bruno Kreisky von 1970 bis 1983 veränderte Österreich nachhaltig. "Am 1. März 1970 wurde eine Ära eingeläutet, die Österreich um Jahrzehnte weitergebracht hat", stellt SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas fest und betont, dass die Errungenschaften der Ära Kreisky nicht am Altar einer unsozialen Klientelpolitik geopfert werden dürften. "Im Gegenteil: Die Sozialdemokratie wird weiterhin alles daran setzen, den freien Zugang zu Bildung auszubauen, die Chancengleichheit von Frauen und Männern weiter zu verbessern und gegen Arbeitslosigkeit anzukämpfen." ****

Nach Ende der Hochkonjunktur im Jahre 1974 und der im Gefolge des Ölpreisschocks immer stärker werdenden internationalen Wirtschaftskrise versucht Kreisky die Folgen für Österreich möglichst gering zu halten. Zwischen 1975 und 1981 stieg die Arbeitslosenrate im Vergleich zu den anderen europäischen OECD-Ländern nur minimal. "Auch wenn es natürlich Unterschiede gibt, heute wie damals gilt für die Sozialdemokratie, dass Investitionen in die Infrastruktur entscheidende positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben", so Rudas.

"Im Gegensatz zur politischen Wende unter Schwarz-Blau, war die Wende unter Bruno Kreisky eine Wende von einer konservativen, hin zu einer sozialdemokratisch geführten Regierung - eine Veränderung zum Positiven. Reformen, die Modernisierungen und Verbesserungen für die Menschen in Österreich brachten", so Rudas, die daran erinnert, dass das Wort "Reform" dreißig Jahre danach von der schwarz-blauen Regierung für Verschlechterungen, für Sozialabbau, Kürzungen im Bildungsbereich und Einsparungen bei der Sicherheit missbraucht wurde.

Größte internationale Anerkennung hatte Bruno Kreisky in seiner Rolle als Vermittler in der Nahostfrage aber auch im Nord-Süd-Konflikt. Rudas: "Seine internationalen Verbindungen und seine Position als Bundeskanzler eines neutralen Staates ermöglichten es Kreisky, die Funktion eines uneigennützigen Vermittlers für Frieden, Menschenrechte und Entwicklungsinitiativen auf internationaler Ebene auszuüben."

"Bruno Kreisky machte mit seiner legendären Aussage, dass ihm ein paar Milliarden Schulden weniger schlaflose Nächte bereiten, als ein paar hunderttausend Arbeitslose, deutlich, dass das Wohl der Menschen immer im Mittelpunkt seiner Politik stand. Im Sinne Kreiskys hat es für die Sozialdemokratie noch immer oberste Priorität gegen Arbeitslosigkeit und den Abbau von Sozialleistungen zu kämpfen", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin.

Innenpolitische Meilensteine der Ära Kreisky

Regierungszeit 1970 bis 1971:

+ Die Schülerfreifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Erstmals dürfen Schüler öffentliche Verkehrsmittel gratis für ihren Schulweg nutzen.
+ Die Abschaffung der Aufnahmeprüfung für die AHS
+ Die Abschaffung der Studiengebühren

Regierungszeit 1971 bis 1975:

+ Einführung der Fristenregelung
+ Legalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen
+ Ab dem Schuljahr 1972/73 bekommen alle Schülerinnen und Schüler gratis Schulbücher
+ Strafrechtsreform
+ Zivildienst wird als Alternative zum Präsenzdienst eingeführt

Regierungszeit 1975 bis 1979:

+ Einführung des Mindesturlaubs
+ Aufbau eines Milizheers
+ Abschluss der Familienrechtsreform
+ UNO-City in Wien wird fertiggestellt

Regierungszeit von 1979 bis 1983:

+ Das Gleichbehandlungsgesetz tritt erstmalig in Kraft
+ Im Bundeskanzleramt wird das Staatssekretariat für allgemeine Frauenfragen eingerichtet
+ Arbeiterinnen und Arbeiter erhalten erstmals eine Abfertigung

(Schluss) mo/sv

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