Neues Volksblatt: "Pflege" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 27. Februar 2010

Linz (OTS) - Der Rechnungshofbericht über das ineffiziente Kompetenzwirrwarr bei der Zuerkennung des Pflegegeldes und die daraus resultierenden langen Wartezeiten hat einen Aufschrei in Österreich ausgelöst.
Als ob man das nicht schon längst gewusst hätte!
Die Seniorenorganisationen kritisieren die Missstände seit Jahren, allen voran der Seniorenbund, und fordern - unter anderem - eine Begrenzung der Wartezeit auf das Pflegegeld.
Allerdings ist das Pflegegeld nur ein Teil des Problems. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer warnt angesichts der Bevölkerungsentwicklung beharrlich vor der drohenden Unfinanzierbarkeit der Pflege und fordert einen österreichweiten Pflegefonds.
Probleme, die dringendst einer Lösung bedürfen, gibt es genug. Und was hört man aus dem linken Eck? Etwa Vorschläge für die Beschleunigung der Pflegelgeld-Verfahren oder Pläne zur langfristigen Finanzierung des Systems? Weit gefehlt! Das Erste, was von der SPÖ zu hören war, war wieder einmal die Forderung nach Ersatz der Geld-durch Sachleistungen.
"Pflegemarxismus" sagt dazu die stellvertretende Seniorenbund-Obfrau Ingrid Korosec. Zu Recht!, denn die pflegebedürftigen Menschen wissen wohl selbst am besten, wo und von wem sie gepflegt werden wollen.

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