Bundespräsident darf man erst mit 35 werden: RFJ sieht Junge diskriminiert

Als Stimmvieh dürfen wir herhalten, kandidieren dürfen wir nicht!

Wien (OTS) - Die Wahl des Bundespräsidenten naht. Oft und viel wurde in den vergangenen Wochen über das Kandidaturverbot für Habsburger diskutiert. In Österreich gibt es jedoch eine bei weitem größere Gruppe, der eine Kandidatur verwehrt bleibt: die Unter-35-Jährigen. Der Ring Freiheitlicher Jugend sieht darin eine ungerechtfertigte Diskriminierung der jüngeren Generationen.

RFJ-Bundesobmann Dominik Nepp: "Rund 1,8 Millionen Menschen in Österreich, die volljährig sind, sind vom passiven Wahlrecht bei der Wahl zum Bundespräsidenten ausgeschlossen. Warum wird jungen Österreichern bis 35 der Weg in die Hofburg versperrt, während ein 18-Jähriger sehr wohl Bundeskanzler oder Landeshauptmann werden darf? Das ist systematisch unlogisch und diskriminierend. Aus meiner Sicht ist es an der Zeit, diesen Anachronismus zu beseitigen. Die endgültige Wahl trifft ohnehin der Bürger."

"Ich sehe keinen Grund, junge Menschen weiterhin vom passiven Wahlrecht auszuschließen. Eine dementsprechende Reform wäre ein wichtiges Signal an die Jugend Österreichs. Schließlich ist es nicht hinnehmbar, dass man immer und überall die Jugend ins Spiel bringt, wenn's politisch gerade genehm ist, wir als Stimmvieh herhalten müssen, uns andererseits aber ein demokratisches Grundrecht verwehrt bleibt", so Nepp.

Außerdem weist der RFJ auf folgenden Umstand hin: "Bundeskanzler kann auch ein 18-Jähriger werden. Ist der Bundespräsident verhindert, gehen seine Agenden - zumindest für maximal 20 Tage - auf den Bundeskanzler über. Damit könnte theoretisch bereits heute ein 18-Jähriger österreichisches Staatsoberhaupt sein. Wollte man das nicht, müsste man beschließen, dass Unter-35-Jähriger weder Bundeskanzler noch Nationalratspräsidenten werden dürfen."

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