SP-Hora: Hauptbahnhof bestens ans Öffi-Netz angeschlossen

Direktanbindung der U2-Süd an Hauptbahnhof nicht sinnvoll

Wien (OTS/SPW-K) - "Eine Direktanbindung der U2-Süd an den Wiener Hauptbahnhof ist nicht sinnvoll und wird deshalb auch nicht kommen. Dies hat der Rechnungshof in seinem Bericht auch nicht empfohlen", unterstreicht der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Karlheinz Hora. Bei der von GR Wolfgang Gerstl in seiner Anfrage an Bürgermeister Dr. Michael Häupl erwähnten Notiz in einer Wiener Tageszeitung handle es sich schlicht um eine "Zeitungsente".

"Den Empfehlungen des Rechnungshofes wird aber natürlich Rechung getragen, vor allem in Bezug auf die Kosten-Wirksamkeitskriterien", unterstreicht Hora. Nach aktuellen Berechnungen nutzen nur etwa 20.000 Fernreisende je Tag die U1. Zu den Spitzenzeiten seien nur rund 5 % der Fahrgäste der U1 Fernreisende mit Quelle oder Ziel Hauptbahnhof. Durch die Durchbindung der Fernverkehrszüge werden zudem auch andere Verkehrsknoten wie Stadlau, Meidling, Simmering, usw. ebenfalls angebunden. "Vor diesem Hintergrund werden die Kapazitäten der U1 deshalb auch in 20 Jahren noch ausreichend sein. Die Prognosen gehen von 210.000 Fahrgästen in der U1 im Jahr 2025 aus. Dies liegt deutlich unter der sogenannten 'Komfortkapazität', bei der 60 % der Plätze in den U-Bahn-Garnituren besetzt sind", erklärt Hora.

Eine U2, die zum Hauptbahnhof geführt wird, sei zudem weder kostengünstiger noch erreiche man mehr Fahrgäste oder eine bessere Anbindung beim Hauptbahnhof. Zudem brauche man mit der U2 länger ins Zentrum als mit der U1, daher wäre die U2 für die meisten Bahnnutzerinnen und -Nutzer weniger interessant.

Linie U2/U5 ohne Nutzen für Hauptbahnhof

Der Rechnungshof empfiehlt in seinem Bericht, das Linienkreuz U2/U5 zu prüfen. Diese Variante wäre aber zumindest um 2 Mrd. Euro teurer als die gesamte 4. U-Bahn-Ausbauphase mit U1-Nord, U2-Nord und U2-Süd. Das dies den Empfehlungen des Rechnungshof Rechnung trägt, der ja besonders auf den Kosten-Nutzen-Aspekt hinweist, darf bezweifelt werden. Zudem könnte diese Variante in frühestens 15 Jahren realisiert werden. Am wichtigsten sei aber, dass der Süd-Ast der vom Rechnungshof vorgeschlagenen U2/U5 ident ist mit der jetzt diskutierten U2-Planung.

Bei allen unbestreitbar positiven Effekten, die dieses große Zukunftsprojekt für die gesamte Stadt haben könnte, muss klar gesagt werden, dass das Linienkreuz U2/U5 die direkte Erschließung des Hauptbahnhofes nicht verbessert.

"Trotz wiederkehrenden Cassandrarufen der Oppositionsparteien: der Hauptbahnhof ist bestens ans Öffi-Netz angebunden", betont Hora. GR Gerstl sei nochmals daran erinnert, dass der Bahnhof zum Südtiroler Platz rückt und eine neue Passage direkt und barrierefrei vom Bahnhof zur U-Bahn führt. Auch über die S-Bahn ist man in wenigen Minuten im allen Teilen Wiens. Zudem halten drei Straßenbahnlinien (D, O und 18) sowie zwei lokale und elf regionale Autobuslinien direkt beim Bahnhof. Es besteht also kein Anlass, die Planungen für die U2 zu ändern", schließt Hora. (Schluss)

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