"Arbeitszeitverkürzung statt Arbeiten bis zum Umfallen"

GPA-djp-Jugend unterstützt Demonstration in Graz am 27. Februar

Wien/Graz (OTS) - (GPA-djp) - "Es ist einfach nur zynisch, wie Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer versuchen, aus der Angst der Menschen um ihren Arbeitsplatz, Profite herauszuschlagen und ArbeitnehmerInnen- Schutzbestimmungen aufzuweichen," kritisiert René Pfister, Jugendvorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp). "In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, Arbeitszeitverlängerungen unter dem Schlagwort ?Flexibilisierung? zu fordern und mit der Abwanderungen von Betrieben ins Ausland zu drohen, zeigt wieder einmal, dass Dr. Veit Sorger eine eigenartige Vorstellung von Fortschritt hat, nämlich zurück ins 19. Jahrhundert!" Aus diesem Grund unterstützt die GPA-djp Jugend die Demonstration "Arbeitszeitverkürzung statt Arbeiten bis zum Umfallen" am 27. Februar um 14:30 Uhr in Graz.

Die Vorschläge von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer reichen von 10 Stunden Normalarbeitszeit, bis zu 12 Stunden tägliche und 60 Stunden wöchentliche Arbeitszeit sowie darüber hinaus einen Durchrechnungszeitraum für Überstunden von zwei bis fünf Jahren.

"Diese Arbeitszeitbeschränkungen, welche nach dem Willen von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer schrittweise aufgeweicht werden sollen, bestehen ja nicht ohne Grund. Die Gesundheit und das Familienleben der Menschen kann man nicht einfach beliebig ?flexibilisieren?, weil Menschen auf Dauer einfach nicht 60 Stunden die Woche arbeiten können, ohne dass das gravierende gesundheitsgefährdende Folgen hat. Das kann ja nicht sein, dass immer mehr Menschen arbeitslos werden und die, die noch einen Job haben, wie im 19. Jahrhundert bis zum Umfallen schuften", so Pfister.

"Wenn sich Herr Sorger wirklich Gedanken um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich macht, dann sollte er mal ernsthaft über eine Arbeitszeitverkürzung nachdenken. Die würde nämlich tatsächlich die Arbeitslosigkeit senken, die Inlandsnachfrage ankurbeln und könnte außerdem entscheidend zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen. Weniger Arbeitslosigkeit, ein Rückgang stressbedingte Krankheiten durch Überlastung am Arbeitsplatz und mehr Geschlechtergerechtigkeit. Das ist nämlich das, was wir, die GPA-djp Jugend, unter einer vernünftigen Politik für die Zukunft verstehen", so der Vorsitzende der GPA-djp-Jugend.

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