Mitterlehner: "Mit der Tourismus-Strategie voll durchstarten"

Wirtschafts- und Tourismusminister präsentierte Maßnahmen zur Verbesserung des Urlaubes in Österreich - Stärkere Kooperation bei Marketing, mehr Förderungen, bessere Rahmenbedingungen

Innsbruck (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Tourismusminister
Reinhold Mitterlehner präsentierte heute in der Hofburg in Innsbruck die neue österreichische Tourismus-Strategie. "Wir wollen nicht alles ändern, aber vieles verbessern", sagte Mitterlehner. "Die heutige Veranstaltung ist somit als Signal zum Durchstarten zu verstehen."

Bei der Tourismus-Strategie, die unter dem Motto "Neue Wege im Tourismus" steht, geht es vor allem um fünf Punkte: um eine bessere Koordinierung des Marketing, um mehr Innovationen, um punktgenaue Förderungen, um eine bessere Infrastruktur und um günstigere Rahmenbedingungen für die Unternehmen.

"Die Werbung für Urlaub in Österreich wird zu wenig koordiniert. Die Österreich Werbung, die Bundesländer sowie die 450 Tourismusverbände sollen daher künftig organisatorisch, thematisch und strategisch enger zusammenarbeiten", so Mitterlehner. "Nur gemeinsam sind wir stark. Und nur gemeinsam erreichen wir die kritischen Größen, die ausländische Veranstalter suchen." Alleine die Österreich Werbung und die Bundesländer haben pro Jahr 110 Millionen Euro für Marketing und Werbung zur Verfügung. Von den einzelnen Destinationen werde mindestens noch einmal soviel ausgegeben, so Mitterlehner. Wie stark der Fokus auf spezielle Themen wirken kann, zeigt die Inlands- und Nahmärktekampagne, die durch gesteigerte Ankünfte und Nächtigungen den heimischen Tourismus bisher über die Wirtschaftskrise getragen hat.

Das Tourismusland Österreich erfüllt nicht immer die Erwartungen der Urlauber. "Die Bausubstanz ist nicht immer stimmig. Hier müssen wir die Qualität verbessern und die Erwartungen der Urlauber besser erfüllen", sagte Mitterlehner. "Wo 'Urlaub in Österreich' drauf steht, muss dieser auch drinnen sein." Mitterlehner vermisst hier die Innovationskultur. Vielfach sei nach der Strategie vorgegangen worden: "Wenn die Konjunktur gut gelaufen ist, hat man mehr desselben gemacht, wenn sie schlecht war, hat man weniger desselben gemacht."

USPs Alpen, Donau & Seen, Städte & Kultur

Um die Mittel künftig effizienter einzusetzen und Österreich als Urlaubsland klarer zu positionieren, schlägt Mitterlehner die Konzentration auf drei Alleinstellungsmerkmale (USPs) vor: Alpen, Donau & Seen, Städte & Kultur. Die einzigartige Natur, Architektur und Kultur Österreichs - gepaart mit ausgezeichneter Kulinarik - soll stärker beworben werden. Für Investitionen in diesen Bereichen wird es auch mehr Förderungen geben. Ein Beispiel dafür sind die nicht rückzahlbaren Zuschüsse in Höhe von 10.000 Euro für Investitionen in Einrichtungen für den Radtourismus, deren Gesamtbetrag von 1,5 Millionen Euro schon nach vier Monaten ausgeschöpft war. Damit und mit geplanten ähnlichen Förderungen kann auch der dringend notwendige Ganzjahrestourismus ausgebaut werden. Denn im August sind die Nächtigungen fünfmal so hoch wie im November.

Schon im Jahr 2009 hat die Tourismus-Förderbank ÖHT deutlich mehr Förderungen vergeben als jemals zuvor. Mit einer weiteren neuen Schiene werden künftig auch Innovationen mit einem Bonus von 50.000 Euro gefördert werden.

Bei der in der Tourismusstrategie vorgeschlagenen Verbesserung der Infrastruktur und der Rahmenbedingungen sind Bund, Länder und Gemeinden gefordert. Dabei geht es beispielsweise um die gemeindeüberschreitende Errichtung von Schwimmbädern und anderen Freizeiteinrichtungen sowie um eine Senkung der Verwaltungskosten, um Anpassungen bei den Abschreibungen, um die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr und um die Saisonnier-Regelung.

Um die Tourismusstrategie laufend zu verbessern und die stärkere Zusammenarbeit auch zu leben, wird eine neue Tourismuskonferenz eingerichtet werden. In dieser werden der Tourismusminister und die Landestourismus-Referenten tagen, beraten von einem Expertengremium und einem Beirat.

Zahlreiche Bilder von der Präsentation der Tourismus-Strategie in Innsbruck stehen ab sofort auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums (www.bmwfj.gv.at) zum Download bereit.

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