Leitl: Erfolgsstory EU-Mitgliedschaft hat Österreich mehr Jobs und Wachstum gebracht

Wifo-Studie bestätigt positive Effekte der EU-Integration - Vorteile müssen der Bevölkerung noch besser erklärt werden, fordert WKÖ-Präsident

Wien (OTS/PWK165) - "Die Ergebnisse der wirtschaftlichen Neubewertung der EU-Mitgliedschaft durch das Wifo sind aus Sicht der Wirtschaft uneingeschränkt nachvollziehbar. Die 15 Jahre in der EU waren für Österreich ein klarer Gewinn - und zwar für die Betriebe und die Menschen", stellt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fest. Gemäß der Untersuchung haben alle Integrationsschritte seit 1989 - von der Ostöffnung über den EU-Beitritt und den Euro bis zur EU-Erweiterung - Österreich einen jährlichen Bonus von +0,9% beim realen BIP und zusätzlich 19.000 Arbeitsplätze gebracht. Den größten Anteil hatte dabei der Beitritt zur EU im Jahr 1995.

"Für Österreichs Außenwirtschaft habe die Mitgliedschaft einen regelrechten Turbo bedeutet", betont Leitl. Trotz des durch die Wirtschaftskrise bedingten Einbruchs im Jahre 2009 haben sich die Importe und Exporte seit der EU-Mitgliedschaft verdoppelt. Nicht zuletzt durch das starke Exportwachstum in die osteuropäischen neuen Mitgliedstaaten konnte 2006 die 100-Mrd. Euro-Schallmauer der weltweiten Gesamtexporte durchbrochen werden, die nach dem Durchhänger 2009 bereits heuer wieder in Reichweite sind. Auch im Vergleich mit der Schweiz habe sich Österreich hinsichtlich Wirtschaftswachstum, Direktinvestitionen und Exportentwicklung wesentlich besser entwickelt.

"Diese 15 Jahre waren 15 gute Jahre für unser Land. Das gilt gerade auch angesichts der wirtschaftlichen Verwerfungen, mit denen Österreich im Zuge der Weltwirtschaftskrise konfrontiert ist", so Leitl. "Die EU und der Euro fugierten als wichtiger Schutzschirm, ohne den wir in dieser schwierigen Zeit noch viel schlechter dastünden." Nicht zuletzt aus diesem Grund sei die Zustimmung der Österreicherinnen und Österreicher zur EU wieder sukzessive gestiegen.

Gerade im Hinblick auf die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern ortet Leitl jedoch nach wie vor Handlungsbedarf. "Die Daten und Fakten in Sachen EU liegen auf dem Tisch. Jetzt müssen sie den Menschen noch stärker vermittelt werden", fordert Leitl. "Das gilt in Österreich für Regierung, Länder und Gemeinden und das gilt selbstverständlich auch für die europäischen Institutionen."

Die Wirtschaftskammer leistet dazu ihren Beitrag etwa mit Aktionen wie dem Europaschirm, der bei diversen Gemeindeveranstaltungen wie Kirtagen, Feuerwehrfesten, Sportevents stationiert wird und bei dem sich interessierte Bürger Informationen holen und mit Experten ins Gespräch kommen können. (SR)

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