Schwentner zu Rektorswahl: Karl darf sich nicht vor Verantwortung drücken

Aufstiegsdiskriminierung von Frauen an Universitäten muss beendet werden

Wien (OTS) - Angesichts des offensichtlich zweiten bestätigten Falls von Diskriminierung einer Frau bei der Wahl für das Rektorat fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, die Wissenschaftsministerin Karl auf, die Beendigung von Frauendiskriminierung an Universitäten zur Chefinnensache zu erklären:" Die Verantwortung einfach auf die Universitätskonferenz abzuschieben, die auf die Rektoratswahl eigentlich keinen Einfluss hat, ist keine Lösung. Wissenschaftsministerin Karl muss sich selbst darum kümmern, dass die oft impliziten strukturellen Barrieren und Hindernisse, die für die Aufstiegsdiskriminierung von Frauen verantwortlich sind, endlich aus dem Weg geräumt werden. Offenbar sind die Strukturen an den Universitäten, die mit dem Universitätsgesetz 2002 geschaffen wurden, den Karrieren von Frauen an Universitäten nicht förderlich."

"Regelmäßig auf die bestqualifiziertesten Frauen zu verzichten, wirkt sich mit Sicherheit negativ auf die Qualität der österreichischen Universitäten aus. Die immer wieder kehrenden Probleme rund um die Bestellung neuer Rektorinnen an österreichischen Universitäten sind ein fatales Zeichen. Jungen Wissenschaftlerinnen wird dadurch signalisiert, dass sie nicht die gleichen Chancen haben wie ihre männlichen Kollegen. Dabei können wir es uns eigentlich nicht leisten, die besten Frauen im Wissenschaftsbetrieb an ausländische Universitäten zu verlieren, wie das jetzt schon mehrfach der Fall war", erläutert Schwentner. Denn sowohl Ada Pellert, die sich einst um die Rektoratsstelle an der Donauuniversität Krems bemüht hatte als auch Clementine Deliss, die bei der Rektoratsbestellung an der Akademie der bildenden Künste diskriminiert wurde, sind nun im Ausland tätig. Wie viele Frauen sich derartige Diskriminierungserfahrungen erspart haben und gleich ins Ausland gegangen sind, ist nicht bekannt. An renommierte US-amerikanischen Universitäten gibt es im Gegensatz zu Österreich sehr wohl Frauen als Rektorinnen.

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