VP-Stenzel fordert Bewohnerparkplätze statt Anrainerparkplätze

Unparteiisches Gremium soll Konzept erarbeiten - Revision Masterplan zielführend

Wien (OTS) - Unter dem Hinweis, die derzeitige Straßenverkehrsordnung erlaube keine Änderung der Parkraumbewirtschaftung im Sinne von eigens gekennzeichneten und reservierten Bewohnerparkplätze, werde seit Jahren eine Diskussion über Bewohnerparkplätze blockiert, erklärte heute die Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt Ursula Stenzel und plädiert für ein unparteiisches Gremium, das ein Konzept erarbeiten soll - als Basis für eigene Bewohnerparkplätze und die notwendige Revision des Masterplanes für Verkehr zugunsten von Bewohnerinteressen.

Ursula Stenzel: "Die bisherige Blockade in dieser Frage muss jetzt aufgebrochen werden, aber nicht - wie es sich die Grünen vorstellen -für Anrainerparkplätze, sondern für die Realisierung von eigenen Bewohnerparkplatz-Zonen. Anrainer ist ein Begriff, der nicht nur Bewohner umfasst, sondern auch Arbeitnehmer und Wirtschaftstreibende. Das würde die Bewohnerparkplätze wieder ad absurdum führen." Die Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt kämpft bereits seit ihrem Amtsantritt 2005 dafür, dass man in der Inneren Stadt eigene, für die Bewohnerinnen und Bewohner reservierte Parkplatzzonen, die es in anderen Städten längst gibt, einrichtet, die entsprechenden Voraussetzungen dafür schafft und in einem Pilotversuch im 1. Bezirk verschiedene Möglichkeiten testet.

Testgebiet 1. Bezirk - für Bewohner-Parkplätze

Der 1. Bezirk würde sich nach Ansicht Stenzels hervorragend als Testgebiet für Bewohnerparkplätze eignen - "weil es wesentlich weniger Bewohner als Wirtschaftstreibende gibt. Im 1. Bezirk blockieren daher nicht die Bewohner die Parkplätze für die anderen, sondern alle anderen "blockieren" die Parkplätze der Bewohner - seien es Ladezonen, vorübergehende Halteverbote für Baustellen, temporäre Halteverbote oder ganz einfach die Gewohnheit der Einpendler, sich mittels SMS-Parken 10 Stunden oder mehr auf einem Kurzpark-Parkplatz niederzulassen."

Evaluierung des Masterplanes für Verkehr zugunsten der Bewohner

"Daher ist es umso wichtiger, im 1. Bezirk eigene Bewohnerparkplätze einzurichten - in den Straßen und in allen Garagen. Hier könnte Wien 1 zum Vorreiter eines neuen Verkehrskonzeptes werden", so die Bezirksvorsteherin. Ein Beratungsgremium - unter Mitwirkung von Bewohner-Vertretern, Bürgerinitiativen, der Wirtschafts- und Arbeiterkammer, von Verkehrsexperten und Garagenbetreibern - sollte gemeinsam mit Fachleuten, die keiner Partei zuzuordnen sind, entsprechende Modelle erarbeiten.

Stenzel hält es für ratsam, dass Politiker das Ergebnis - politisch nicht beeinflusst - auch als Grundlage für eine Reform der Straßenverkehrsordnung heranziehen und eine Revision des umstrittenen Masterplanes für Verkehr vornehmen, der den geförderten Garagenbau zulasten der Bewohner forciert. Der Plan sehe nämlich vor, dass für jeden Garagenplatz ein Parkplatz an der Oberfläche verschwindet und das führe zu einer Benachteiligung der Bewohner mit Parkpickerl. Ziel sollte nun sein, noch vor der Wahl im Oktober erste Zwischenergebnis zu präsentieren.

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