Mautz: Gläserne Decke an den Universitäten muss durchbrochen werden

Wien (OTS/SK) - Dass nun ein zweiter Fall einer Diskriminierung
bei der RektorInnenbestellung bekannt wurde, ist die Spitze des Eisbergs, meinte heute SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Frauen sind an den Universitäten strukturell benachteiligt, das muss sich rasch ändern, so Mautz. Margarethe Hochleitner wollte 2009 Rektorin der Medizin-Uni Innsbruck werden. Nun wurde in den Medien berichtet, dass von der Bundesgleichbehandlungskommission ein Gutachten in Ausarbeitung sei. Das Gutachten soll bestätigen, dass sie diskriminiert wurde, weil sie eine Frau ist. ****

Verstöße gegen die Gleichbehandlung müssen mit entsprechenden Sanktionen geahndet werden, so die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin. Mautz forderte weiters Frauenförderpläne, Ausbau des Stipendienwesens, verbesserte Bedingungen, die auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie an den Universitäten garantieren.

"Dass es keine einzige österreichische Rektorin an einer öffentlichen Universität gibt, ist ein Armutszeugnis für die österreichischen Hochschulen. Immer mehr Frauen streben eine wissenschaftliche Karriere an und sind bestens qualifiziert", so Mautz. "Dennoch steigt beispielsweise der Professorinnen-Anteil im Schneckentempo. Derzeit sind nur rund 17 Prozent der ProfessorInnen Frauen", so Mautz abschließend. (Schluss) sm/mp

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