SoHo: 90 Jahre Arbeiterkammer: Wichtige Institution für Belange der Community

Wien (OTS/SK) - "Heute vor 90 Jahren wurde das
Arbeiterkammergesetz beschlossen. Aktuell vertritt die Arbeiterkammer (AK) österreichweit - in Kooperation mit den Gewerkschaften - die Interessen von rund drei Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegenüber Wirtschaft und Regierung. Alleine in Wien hat die AK rund 800.000 Mitglieder. Viele lesbischwule und transgender Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurden bereits von den Arbeiterkammern und Gewerkschaften in ihren Belangen vertreten", sagte Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie & Homosexualität), am Freitag. ****

"Es freut mich ganz besonders, dass die AK und die Gewerkschaften sich den Interessen und den Problemen von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen in der Arbeitswelt annehmen. Bedanken möchte ich mich bei der Arbeitsgruppe LGBT im ÖGB für ihre nunmehr zweijährige Aufbauarbeit. Ziel der Gruppe im ÖGB ist die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen in Betrieben, Wirtschaft und Gesellschaft. AK und ÖGB zeigen in Gleichbehandlungsfragen aktive Kompetenz und Profil!", sagte Traschkowitsch.

Beschlossen wurde das Arbeiterkammer-Gesetz am 26. Februar 1920 im Nationalrat, nachdem die Gewerkschaften aller politischen Lager Arbeiterkammern als gesetzliche Interessenvertretung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gefordert haben, erklärte Traschkowitsch. Es sollten nicht länger nur die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber den Vorteil einer solchen gesetzlichen Vertretung nutzen können, denn die Wirtschaftskammern bestanden schon viele Jahrzehnte. Als untrennbar mit der Demokratie verbundene Einrichtungen mussten die Arbeiterkammern zwangsläufig der Politik der 1930er Jahre zum Opfer fallen. Die nationalsozialistischen Machthaber lösten sie 1938 ganz auf. Im Juli 1945 beschloss der Nationalrat die Wiedererrichtung der Arbeiterkammern in demokratischer Selbstverwaltung. (Schluss) rb/mp

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