90 Jahre Arbeiterkammergesetz: AKNÖ-Adler sieht Meilenstein in Selbstbestimmung

"AK beweist gerade in der Krise ihre Notwendigkeit"

Wien (OTS/AKNÖ) - Die Arbeiterkammer als Institution der demokratischen Mitsprache der ArbeitnehmerInnen - heute vor 90 Jahren wurde diese Forderung der Gewerkschaften gesetzlich umgesetzt. Mit dem Arbeiterkammergesetz schuf der Nationalrat der jungen Republik mit den Stimmen aller Fraktionen am 26. Februar 1920 nicht nur ein interessenpolitisches Pendant zu den damaligen Handelskammern, der heutigen Wirtschaftskammer. Die Arbeiterkammern haben sich auch zu einer unverzichtbaren Serviceeinrichtung für ArbeitnehmerInnen entwickelt. "Diese weltweit vorbildliche Form der demokratischen Mitbestimmung funktioniert, weil sich die Arbeiterkammern ständig weiterentwickeln und die Interessen ihrer Mitglieder mit Nachdruck vertreten", sagt AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte Adler.

Fast 500.000 Menschen sind Mitglied der Niederösterreichischen Arbeiterkammer: ArbeiterInnen, Angestellte, Lehrlinge, Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte, geringfügig Beschäftigte, freie DienstnehmerInnen, Arbeitslose. "All diese Menschen erwarten das Gleiche: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen; soziale Absicherung und eine rechtliche Vertretung. Dafür zu sorgen, dass diese Ansprüche gesetzlich geschützt werden, ist unsere Aufgabe", erklärt AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte Adler. "Was den Erfolg ermöglicht, ist die demokratische Selbstverwaltung, gemeinsam mit dem Wissen unserer ExpertInnen im Hintergrund. Nur so können die ArbeitnehmerInnen in Niederösterreich in all ihren Lebenslagen ihre Erwartungen und Ansprüche wirkungsvoll gegenüber Wirtschaft und Staat artikulieren."

Adler erinnert auch an die ArbeitnehmerInnenrechte in Österreich. "Die AK hat mit dem Wissen ihrer ExpertInnen entscheidende Beiträge geleistet, die die Grundlage für die politischen Forderungen der Selbstverwaltung und der Gewerkschaften waren. Diese haben die entscheidenden Fortschritte politisch durchgesetzt. Darauf können wir zu Recht stolz sein." Ebenso stolz sein könne man auf die tägliche Arbeit der AK, direkt für die Mitglieder, die Unterstützung von Betriebsräten und das Eingreifen bei Problemen am Arbeitsplatz. Noch dazu, wo die AK-ExpertInnen jährlich mehr für die Mitglieder erkämpfen, als die Kammern an Mitgliedsbeiträgen einnehmen.

Gerade in der aktuellen Krise zeige sich, wie notwendig die AK sei:
"Man muss sich nur ansehen, wie jetzt einzelne UnternehmerInnen die Krise ausnutzen und ArbeitnehmerInnenrechte umgehen. Und wenn man an die geplanten Einsparungen im Budget denkt: Ohne Arbeiterkammern und ÖGB würde sich die Wirtschaft mit ihren Interessenvertretungen wesentlich stärker durchsetzen. Die heimische Sozialpartnerschaft funktioniert nur, weil es Vertretungen auf beiden Seiten gibt."

Am heutigen Jubiläum wolle sie vor allem den MitarbeiterInnen der Arbeiterkammer für ihre Leistungen und ihr Engagement danken.

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