Khol nach Rechnungshof-Bericht: Rasch Gespräche zu Pflegegeld-Verfahren einberufen!

"Menschen können nicht auf nächste 15-a-Vereinbarung warten. Derzeitiges System ist Schildbürgerstreich!"

Wien (OTS) - "17 Jahre nach Einführung des Pflegegeldes ist es leider noch immer nicht gleich, ob Sie in Wien oder Vorarlberg leben und wer ihr Arbeitgeber war oder ist. Wenn es nämlich um die Gewährung von Pflegegeldern und die Entsprechende Einstufung geht, kann dies in Österreich zwischen 40 und 137 Tage dauern und die Höhe der Pflegegelder variiert im Österreich-Schnitt um mehr als 1.000 Euro. Falls Sie überhaupt herausfinden konnten, wer für Ihren konkreten Fall zuständig ist" bezieht sich Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und amtierender Präsident des Österreichischen Seniorenrates auf den heute übermittelten Rechnungshof-Bericht.

"Wir bitten heute alle Zuständigen - vom Bundeskanzler, über Finanz- und Sozialminister bis hin zu den Soziallandesräten - sich so rasch wie möglich zu konstruktiven Gesprächen einzufinden, um die Situation der Menschen im Pflege-Bereich endlich zu verbessern. Auf die nächste 15-a-Vereinbarung können die Menschen nicht warten. Und auch dem System selbst wird durch eine Aufschiebung der Lösung erheblicher finanzieller Schaden zugefügt", richtet sich Khol an das Verantwortungsbewusstsein aller Zuständigen.

"Hier geht es nicht nur um das Leiden der betroffenen Menschen, sondern es geht auch um verschwendete Geldmittel, die aufgrund der unübersichtlichen Rechts- und Zuständigkeitssituation entstehen. Genau das können wir uns angesichts der knapper werdenden budgetären Mittel schon gar nicht leisten! Wir brauchen das Geld für die Betroffenen, nicht für ineffiziente Strukturen" ergänzt Khol.

"In diesem Jahr werden wir die Grundpfeiler für den Pflegefonds zu setzen haben. Wir sollten jedoch unabhängig davon jetzt gleich alles daran setzen, dass das Pflege-System in Österreich übersichtlicher, effizienter und gerechter wird. Dies wäre nämlich auch eine wichtige Grundvoraussetzung für den dann zu schaffenden Pflegefonds", so der amtierende Seniorenratspräsident abschließend.

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