Seeber: Wasserknappheit geht uns alle an

Ressourcenschutz und -management als Hauptaufgaben Europas in der Wasserpolitik

Brüssel, 25. Februar 2010 (OTS) Auch wenn Österreich auf Grund seines Wasserreichtums nicht direkt betroffen ist: Wasserknappheit als globales Problem wird immer mehr auch zur europäischen Herausforderung: "Wir haben weltweit mit Wasserknappheit zu kämpfen. Das betrifft aber nicht nur Entwicklungs- und Schwellenländer, sondern auch Länder in der EU. Auch wenn weiterhin außer Streit steht, dass die Verwendung von Wasserressourcen einzig und allein in den Händen des jeweiligen Landes verbleibt, ist eine gemeinsame europäische Strategie doch sinnvoll und notwendig", sagte EVP-Umweltsprecher Dr. Richard Seeber bei der gestrigen zweiten Konferenz der von ihm geleiteten Parlamentsarbeitsgruppe 'Wasser'. Zum Thema "Millenniumsentwicklungsziele aus wasserpolitischer Sicht" hatte Seeber die Direktoren der EU-Kommission für Entwicklungspolitik, Luis Riera Figureas, sowie für Katastrophenhilfe, Carla Osorio, als Referenten geladen. ****

"Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche bestehen aus Wasser, Lediglich 2,5 Prozent des weltweiten Wasservorkommens sind aber Süßwasser - und auch von dieser bereits sehr geringen Menge ist nur etwa 1 Prozent für den Menschen nutzbar. Wasser ist eine beschränkt verfügbare und knappe Ressource. Wir müssen damit sehr sorgsam umgehen. Ein richtiges Wassermanagement und ein vernünftiger Ressourcenschutz stehen dabei im Vordergrund", forderte Seeber zu Beginn der Diskussion eine ausgewogene globale Wasserressourcenpolitik im Hinblick auf die Millenniumsziele.

Beide Referenten betonten die Wichtigkeit der Umsetzung internationaler Projekte im Bereich der Wasserinfrastruktur. "Durch längere gemeinsame Zusammenarbeit und die damit erworbene Erfahrung hat sich die Projektumsetzung der EU deutlich verbessert", versicherten die beiden Hauptreferenten. "Durch EU-Kofinanzierung sollen aber auch in Zukunft nationale Projekte in den EU-Mitgliedstaaten verstärkt unterstützt werden. Dabei müssen aber auch NGOs und Mitgliedstaaten eine tatkräftige Rolle spielen."

Die von Richard Seeber ins Leben gerufene Parlamentsarbeitgruppe stößt mit seiner zweiten Konferenz weiterhin auf breites Interesse. Über hundert Teilnehmer aus Europaparlament, Rat und Kommission sowie Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Entwicklungs- und Regionalpolitik nahmen an der gestrigen Tagung teil. "Ich freue mich sehr, dass auch für die Kommission unsere Arbeitsgruppe als sehr wertvolle Plattform gesehen wird, um Meinungsaustausch und offene Diskussion mit Stakeholdern und Vertretern der Institutionen zu fördern", so Seeber abschließend.

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