ATV - "Am Punkt": FPÖ greift Swingerclub in Secession frontal an

Aktionist Kramar und Kunsthalle-Chef Matt attackieren FPÖ-Kultursprecherin

Wien (OTS) - Der Wirbel um den Swingerclub in der Wiener Secession sorgte auch in der ATV-Diskussionssendung "Am Punkt" für erhitzte Gemüter (Thema: Sexorgien um Steuergeld - Kunst oder Schund?). FPÖ-Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner sprach sich klar gegen die Aktion des Schweizer Künstlers Christoph Büchel aus: "Schiele hat auch nicht beim Gruppensex im Keller mitgemacht. Eine angesehene Institution wird mißbraucht - mit etwas, das gegen Geld am Gürtel zu haben ist." Für sie sei das keine Kunst, der Staat soll dafür kein Geld ausgeben.

Franz Ferdinand Wolf, der Wiener Kultursprecher der ÖVP, bezeichnet das Projekt als "Marketing-Gag" und "kalkulierte Aufregung". Er kritisiert die Angriffe der FPÖ, in Richtung Unterreiner meint er: "Sie besorgen das Geschäft des Künstlers". Für Wolf sei Kunst zwar ein Grundrecht - sie dürfe aber nicht schrankenlos sein. Er betonte: "Die Politik ist keine Geschmacksbehörde, soll aber Kunst ermöglichen."

Die Reaktion der Kunst-Vertreter fiel nicht weniger provokant aus:
Schauspieler und Aktionist Hubsi Kramar zitierte Brecht: "Ist ein Scheißhaufen Kunst? Ja, wenn applaudiert wird." Die FPÖ-Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner fragte er ungeniert:
"Haben sie je Sex betrieben? Wenn sie da nicht kreativ sind, wird es fad." Gerald Matt, Chef der Kunsthalle in Wien, verteidigt freilich ebenso die Freiheit der Kunst: "Wenn die Hand, die einen füttert, nicht gebissen werden soll, dann schaut es schlecht aus. Kunst hat zu irritieren und zuzubeißen."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/340

Rückfragen & Kontakt:

ATV Privat TV GmbH & Co KG
Alexandra Damms, Leiterin Presse & PR / Pressesprecherin
Tel.: +43-(0)1-21364 - 750
alexandra.damms@atv.at
www.atv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ATP0001