ÖVP Innere Stadt: Secession - Förderungen offenlegen

Rückzahlung gefordert - Debatte prolongiert - AK scheint als Sponsor auf

Wien (OTS) - Die Debatte rund um die von Christoph Büchel bewusst inszenierten Provokationsversuche in der Wiener Secession durch einen Swingerclub führt jetzt zwangsläufig auch zu einer Diskussion über die Kunstförderung der Stadt Wien, des Bundes, aber auch der Arbeiterkammer sowie zur Forderung nach Rückzahlung der Förderungen. "Hier liegt nach Ansicht vieler ein Missbrauch von Steuergeldern vor. Die Diskussion wäre schnell vom Tisch, wenn die Rückzahlung erfolgte", erklärte Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel im Zusammenhang mit der anhaltenden Diskussion über ein "Kunstprojekt" in der Wiener Secession im 1. Bezirk.

Die laufende Debatte und die vielen offenen Fragen würden es zudem notwendig machen, dass alle Förderungen aus Steuer- und AK-Kammergeldern (letztere scheint ebenfalls als Sponsor der Secession auf) offengelegt werden. Der zuständige Kulturstadtrat Mailath-Pokorny sei hier jedenfalls am Zug und müsse handeln.

Steuergelder für Swingerclub und Gruppensex

Zum Genehmigungsverfahren der Stadt Wien selbst, das u.a. grundsätzlich auch Stellungnahmen des Bezirkes vorsieht, meinte Bezirksvorsteherin Stenzel: "Es ist ein Armutszeugnis und beschämend, dass sich die Veranstalter durch das Verschweigen der ganzen Wahrheit und somit durch das schriftliche Vortäuschen falscher Tatsachen eine positive Stellungnahme des Bezirks für die Ausstellung plus Rahmenprogramm erschlichen haben - wobei von Swingerclub und Gruppensex keine Rede war." Hier liege eine grobe Täuschung vor. Es stelle sich aber auch prinzipiell die Frage, ob jemand, der auf diese Weise auf sich aufmerksam machen müsse, als Kultureinrichtung förderungswürdig sei.

Die für so ein Projekt erforderlichen Ansuchen des Secession-Vereines, die dem Bezirk vorlagen, lauteten u.a. wortwörtlich auf

- "Abänderung der Eignungsfeststellung der Secession für eine Ausstellung (Nachtklub mit einer Bühne, Separees und Bar) mit einer temporären Raumaufteilung im ersten Kellergeschoß vom 18.2.2010 bis 18.4.2010)

und im Konzessionsansuchen für das Rahmenprogramm der Ausstellung wurde wortwörtlich Folgendes geschrieben:

- Der Verein "Vereinigung bildender KünsterlInnen Wiener Secession", mit dem Sitz in Wien 1, Friedrichsstraße 12, hat um Erstreckung der Sperrstunde nach dem Wr. Veranstaltungsgesetz für eine Ausstellung ("Christoph Büchel - Element-6") und Rahmenprogramm in Form von musikalischen Darbietungen (Tonträger) mit Publikumstanz (Themenparties und Kostümfeste) für den Standort Wien 1, Friedrichstraße 12, Wiener Secession - Ausstellungsräume im Untergeschoß... ersucht.

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