Kreditgebühr: Jank regt rückwirkende Abschaffung ab 1. Jänner an

Entlastung könnte sofort spürbar werden und wichtiger Konjunkturimpuls sein

Wien (OTS) - Wien, 25. Februar 2010 - Hoch erfreut zeigt sich Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank über die von Finanzminister Josef Pröll angekündigte Abschaffung der Kreditvertragsgebühr, die als Bagatellsteuer ohne staatliche Gegenleistung ein österreichisches Unikat darstellt und von der Wirtschaft daher seit vielen Jahren kritisiert wird. "Die Abschaffung ist eine absolut richtige Maßnahme, um vor allem die klein- und mittelständische Wirtschaft, die sich vornehmlich über Bankkredite finanziert, zu entlasten und auch private Ausgaben anzukurbeln", sagt Jank. "Es wäre nun ein gutes Signal, wenn die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr rückwirkend per 1. Jänner 2010 umgesetzt werden könnte", sagt die Kammerpräsidentin. Dies würde eine sofortige Wirkung erzeugen und die Investitionstätigkeit beleben.****

Laut einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftskammer Wien ist gerade bei den betrieblichen Investitionen ein neuer Impuls notwendig. Denn ganze 30 Prozent der Wiener Betriebe warten mit ihren Investitionsplanungen für das heurige Jahr noch ab, 22 Prozent geben an, dass sie weniger investieren wollen. "Die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr macht Investitionsfinanzierungen spürbar günstiger, sie hilft aber auch jenen Betrieben, die einen vorübergehenden Liquiditätsengpass mit Überbrückungskrediten finanzieren müssen", sagt Jank. Sie erinnert zugleich daran, dass gerade Klein- und Mittelbetriebe in einem hohen Maß von Bankkrediten abhängig sind und ihnen kaum alternative Finanzierungswege zur Verfügung stehen. Einen wichtigen Impuls erwartet sich Jank aber auch für die private Kreditnachfrage, von der ebenfalls die Wirtschaft profitieren werde, insbesondere der Bau- und Kfz-Bereich. "Im letzten Jahr wurde die Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer rückwirkend in Kraft gesetzt, um die Konjunktur zu beleben - gleiches könnte nun auch bei der Kreditvertragsgebühr umgesetzt werden", so Jank abschließend.

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