SPÖ-Kaiser: Kinderbetreuung als Zielscheibe für Kärntens Zensurstelle LPD

Landeshauptmannpropagandadienst lässt Feststellung von fehlenden Kinderbetreuungseinrichtungen nicht zu! Kärnten braucht flächendeckende Ganztagsbetreuung für Kinder.

Klagenfurt (OTS) - "In Kärnten kann offensichtlich nicht sein, was nicht sein darf", zeigt sich der stellvertretende Parteivorsitzende der SPÖ-Kärnten, frauenreferent LR Peter Kaiser, empört über den neuerlichen Versuch des "Landeshauptmannpropagandadienstes LPD, eine Aussendung zu zensurieren.

"Was Kärnten dringend braucht, das hat auch die gestrige Diskussion der Industriellenvereinigung über das verbeulte Image Kärntens ergeben, das sind, ob es dem Landespressedienst gefällt oder nicht, flächendeckende Ganztageskinderbetreuungsplätze vom Klein- bis zum Schulkind, damit wir die in Kärnten weit unter dem Österreichschnitt befindliche Frauenerwerbsquote steigern, ja den Frauen überhaupt den Zugang zu vollwertiger Arbeit ermöglichen können", kritisiert Kaiser den neuerlichen Zensuranschlag.

Grund für die Empörung, war die Aussendung von Kaisers gestern in Völkermarkt abgehaltenem Frauensprechtag, bei dem mehrere Teilnehmerinnen, wie schon bei den anderen Terminen in Kärnten, das Fehlen von Kinder- und Kleinkindbetreuungseinrichtungen mit flexiblen Öffnungszeiten beklagt hätten, was als sachliche Feststellung auch in der Aussendung Niederschlag fand..

"Es ist eine Tatsache, dass es in Kärnten ein großes Manko an Betreuungseinrichtungen für unter Dreijährige gibt und wir meilenweit vom sogenannten Barcelonaziel, das für 33 Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe entsprechende Betreuungsplätze vorsieht, entfernt sind. Und es ist laut Statistik Austria ebenso eine Tatsache, dass die Kindergärten in Kärnten im Schnitt 42 Tage geschlossen sind, in Wien aber nur zehn Tage", so Kaiser.

Dass allein diese Feststellung schon reiche, um den Landeshauptmann derart nervös zu machen, dass solche Tatsachen gestrichen werden, ohne dabei an die betroffenen Frauen und Kinder zu denken, zeige nur, wie sehr das landeshauptmännlich geprägte Frauenbild den Pressedienst beeinflusst.

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