Ackerl: Echte Bildung statt Ausbildung ohne Studiengebühren und Numerus clausus

SPÖ Oberösterreich gegen Hochschulen als "Fabriken zur Produktion von Arbeitskräften"

Linz (OTS) - Der Rektor der Linzer Kepler-Uni, Richard Hagelauer, hat sich jetzt öffentlich für Zugangsbeschränkungen an unseren Unis und die Wiedereinführung der Studiengebühren ausgesprochen. Das stößt auf heftigen Widerspruch bei der SPÖ Oberösterreich.
Befremden löst auch die Aussage Hagelauers aus, die Uni setze Schwerpunkte, "weil der Markt danach verlangt". Hagelauer sieht die Universität als Produzent von benötigten Arbeitskräften.
"Was Österreichs Jugend an den Hochschulen braucht, ist Bildung statt reiner Ausbildung, die möglichst rasch den Arbeitsmarkt bedient. Und zwar ohne neue Zugangshürden", so SPÖ-Landesvorsitzender LH-Stv. Josef Ackerl.
Tatsache ist, dass konservative "Bildungsexperten" an unseren finanziell ausgehungerten Hochschulen für das totale Chaos gesorgt haben. Die Ausbildungen sind kaum mehr vergleichbar, die Hürden beim Hochschulwechsel werden immer größer. "Da darf es nicht auch noch zusätzliche Hürden in Form von Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren geben!", steht für Ackerl fest. "Was unsere Unis brauchen, ist eine rasche Korrektur der völlig fehlgeleiteten konservativen Bildungspolitik".
Geldgeber aus der Wirtschaft drängen immer mehr auf berufsfixierte Studienpläne, die für Wissenschaft wenig Platz lassen. Dadurch droht eine Verschulung des Studiums und die Reduktion auf wirtschaftlich verwertbares Wissen. "Das Studium darf nicht zur bloßen Berufsvorbereitung degradiert werden, die Absolventen hervorbringt, die funktionieren", warnt der SPÖ-Landeschef vor Fehlentwicklungen. Es dürfe nicht vorrangig darum gehen, die Studierenden "arbeitsmarktfähiger" zu machen.

"Wir dürfen unsere Unis nicht wieder abriegeln. Was wir brauchen, sind vielmehr zukunftsorientierte Bildungsoffensiven, wie den Vollausbau der Linzer Uni mit geisteswissenschaftlicher Fakultät", stellt Josef Ackerl fest. Grundlage sei eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen. Wissenschaftsministerin und Finanzminister hätten das dafür nötige Geld zur Verfügung zu stellen.

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