Grünewald: Regierung entfernt sich von Zwei-Prozent-BIP-Ziel für Unis und Fachhochschulen

Ohne zusätzliche Mittel ist Hochschuldialog reine Beschäftigungstherapie

Wien (OTS) - "Zahlreiche ExpertInnen, darunter auch WIFO-Chef Aiginger, empfehlen in Bildung und Forschung zu investieren. Die Regierung sollte daher ein Konjunkturpaket Bildung und Forschung schnüren. Universitäten und Fachhochschulen brauchen diesen Impuls, um international konkurrenzfähig zu werden. Sonst droht die Gefahr, den Anschluss völlig zu verlieren" begründet Kurt Grünewald, der Wissenschaftssprecher der Grünen, seine Forderung.

"Der vom zuständigen Ministerium vorgelegte Budgetpfad zur Erreichung des zweiprozentigen BIP-Anteils für den tertiären Bildungsektor ist geradezu hanebüchen und bezieht sich auf das BIP von 2007 ohne das Wirtschaftswachstum zu berücksichtigen. Zudem setzt inbesondere die ÖVP auf rasant steigende Finanzierungsanteile aus dem privaten Sektor, was in Zeiten der Stagnation völlig irreal ist und sich auch politisch kaum beeinflussen lässt" kritisiert Grünewald.

"Kleinstaaten wie Österreich sind auf hohe öffentliche Zuwendungen in Forschung und Lehre angewiesen und verfügen nicht über jene Infrastruktur, die expansive Drittmittel (Forschung im Auftrag Dritter) und vermehrtes Mäzenatentum erwarten lassen" analysiert Grünewald.

Da Verhandlungen über das Bundesfinanzrahmengesetz schon begonnen haben, erwartet sich Grünewald sofort klare Aussagen von Seiten des Vizekanzlers. "Wenn ab 2011 keine zusätzlichen Mittel zugesagt werden können, wird der Hochschuldialog zur reinen Beschäftigungstherapie" schließt Grünewald.

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