Zweites MEL-Anlegerurteil pro Meinl Bank innerhalb einer Woche

Wien (OTS) - - Schadenersatzklage abgewiesen - Kläger hatte mit Unterschrift bestätigt, über die Risiken informiert worden zu sein

- Bank Vorstand Weinzierl: "Gericht hebt Eigenverantwortung des Anlegers bei korrekter Beratung und entsprechend ausgefülltem Risikoprofil hervor"

- Erneut Signal gegen "Wertpapierkauf auf Probe"

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Nachdem ein vom Handelsgericht Wien am 23. Februar 2010 zugestelltes MEL-Anlegerurteil der Meinl Bank Recht gegeben hatte, fiel ein am 24. Februar 2010 zugestelltes Urteil des Bezirksgerichts für Handelssachen Wien erneut positiv für die Bank aus: Die Schadensersatzklage eines Anlegers, der am 1. März 2004 und am 12. Oktober 2004 insgesamt 1.228 MEL Zertifikate erworben hatte, wurde abgewiesen.

In dem Urteil heißt es, dass "[..] die Beratung die zum Ersterwerb der streitgegenständlichen Wertpapiere geführt habe (...) durch ein konzessioniertes Wertpapierdienstleistungsunternehmen erfolgt [sei]. Aus dem Konto- und Depoteröffnungsantrag sowie dem Anlegerprofil ergebe sich, dass der Kläger auf das mit der Veranlagung verbundene Risiko hingewiesen worden sei. Nach dem Anlageerwerb sei es allein Sache des Kunden, den Kursverlauf, ihn beeinflussende Marktgeschehnisse sowie die Entwicklung des Emittenten zu beobachten."

Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Dieses Urteil zeigt unmissverständlich, dass es bei Wertpapiergeschäften eine Eigenverantwortung der Anleger gibt, insbesondere wenn die unabhängigen Finanzberater korrekt beraten haben und der Anleger die Risikohinweise zur Kenntnis genommen und unterschrieben hat. Die Bank hat sich immer im Rahmen des Rechts bewegt, und dem absurden Prinzip des "Wertpapierkaufs auf Probe", also Gewinnmitnahmen bei steigenden Kursen und Klagen bei Gericht bei sinkenden Kursen, sei auch durch dieses aktuelle Urteil erneut ein Riegel vorgeschoben worden. "Das ist für den heimischen Kapitalmarkt ein wichtiges Signal." so Weinzierl.

Weiterführende Informationen:

Zu MEL Werbung

Im Zusammenhang mit Anlegerklagen wird oftmals behauptet, MEL-Anleger wären durch Werbemaßnahmen der MEL oder der Meinl Bank irregeführt worden - auch eine einstweilige Verfügung des OGH, einen Info-Folder der MEL betreffend, geht in diese Richtung. Dies entspricht nicht den Fakten. Die MEL stellte die damalige Unternehmenssituation den Tatsachen entsprechend dar und deren Werbeaussagen unterschieden sich qualitativ nicht von jenen anderer Immobiliengesellschaften, deren Kurse ebenfalls im Zuge der Wirtschaftskrise zurückgegangen waren. Auch eine aktuelle, repräsentative IMAS-Studie kommt zum Ergebnis, dass Werbung bezüglich der Entscheidungsfindung, Immobilienaktien zu erwerben, nicht entscheidungsrelevant ist." Darüber hinaus bestätigte das Landesgericht Salzburg in seinem Urteil vom 30. Dezember 2009, dass die Verkaufsunterlagen und der Prospekt von Meinl Success Finanz AG auf mögliche Wertschwankungen hingewiesen hatten.

Entscheidungen der Gerichte

Etwas über ein dutzend Urteile in erster Instanz liegen in Zusammenhang mit MEL Anlegerklagen bereits vor. Etwa die Hälfte der Urteile gibt der Meinl Bank recht und bestätigt, dass Anleger, die in Aktien oder Zertifikate investieren, auch mit Kursverlusten rechnen müssen. Erst am 30. Dezember 2009 entschied das Landesgericht Salzburg, dass "[das] Risiko beim Aktienkauf jedem Durchschnittsmenschen bewusst sein [muss..]".

Die anderen Urteile ignorieren sowohl Eigenverantwortung des Kunden, der mit seiner Unterschrift unter ein Risikoprofil und Beratungsprotokoll seine Kenntnis von den Risiken bestätigt hat, wie auch allenfalls die gesetzlich definierte Verantwortung der Finanzberater. Gegen diese Urteile hat die Bank Berufung eingelegt und ist zuversichtlich, im Instanzenweg Recht zu bekommen.

Meinl Bank AG

Die Meinl Bank bietet als Privatbank Leistungen im Bereich Corporate Finance, Fondsmanagement sowie private und institutioneller Vermögensverwaltung an. Mit der Julius Meinl Investment GmbH verfügt die Meinl Bank über eine eigene Investmentfondsgesellschaft, mit derzeit 19 eigenen Fonds. Die Bank hat rund 50.000 Kunden und verwaltet Kundenvermögen von rund EUR 2,5 Mrd.

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