Berlakovich: Gemeinsam mit der Jugend die Umwelt-Zukunft gestalten

Jugend-Umwelt-Dialog mit Jugendlichen aus ganz Österreich im Lebensministerium

Wien (OTS) - Jugendliche aus ganz Österreich folgten heute, Mittwoch, der Einladung von Umweltminister Niki Berlakovich zu einem "Jugend-Umwelt-Dialog" ins Lebensministerium. Sie wirken am Jugendbeteiligungsprozess zum "Österreichischen Aktionsplan für eine gesunde Umwelt für unsere Kinder" mit und präsentierten dem Umweltminister ihr Positionspapier mit den vier Hauptforderungen Ausbau des Radfahrens, ökologischeres Schulessen, besserer Nichtraucherschutz und mehr Beachtung der Risken der neuen Nanotechnologien. "Es ist ganz wichtig, junge Menschen für politische Prozesse zu interessieren, ihr Engagement zu fördern und sie in Entscheidungsprozesse einzubinden. Sie sind schließlich diejenigen, die die Zukunft, die wir heute gestalten, am meisten betrifft", betonte Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich des Jugend-Umwelt-Dialogs im Lebensministerium in Wien.

Der Aktionsplan wurde 2007 vom Lebensministerium sowie dem Gesundheitsministerium unter Einbeziehung von ExpertInnen und auch Jugendlichen erarbeitet. Das Jugend-Umwelt-Netzwerk JUNE ist dabei mit der Betreuung der Jugendbeteiligung)beauftragt. 2010 liegt der Schwerpunkt der Jugendbeteiligung auf der Vorbereitung der fünften Konferenz der Umwelt- und Gesundheitsminister der WHO Europa, die von 10. bis 12. März 2010 in Parma stattfindet. Im Vorfeld zu dieser Konferenz wird auch ein eigenes Jugendforum abgehalten, bei dem Jugendliche aus über 50 verschiedenen Ländern eine gemeinsame Jugenddeklaration verabschieden werden. Aus Österreich nehmen vier Jugendliche als Teil der österreichischen Delegation an der Ministerkonferenz teil und werden das österreichische Jugend-Positionspapier in den Prozess einbringen.

Start eines Jugendschwerpunktes im klima:aktiv mobil Programm

Umweltminister Berlakovich setzte sich beim heutigen Dialog intensiv mit den Ideen und Vorschlägen der Jugendlichen für eine umweltgerechtere Zukunft auseinander. "Kinder und Jugendliche sollen ihre Alltagswege mit dem Fahrrad oder zu Fuß sicher zurücklegen können. Außerdem müssen ihnen verstärkt Anreize geboten werden, zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein", forderte Martin Pointner, einer der beteiligten Jugendlichen. Damit fand er bei Umweltminister Berlakovich offene Ohren, denn das Lebensministerium arbeitet mit einer breiten Bewusstseinbildung für das Radfahren sowie mit den klima:aktiv mobil-Förderungen für den Radverkehr bereits konkret an der Umsetzung dieser Jugendforderung.
"Wir haben zwischen 2007 und 2009 mehr als 13,4 Millionen Euro in den Ausbau des Radverkehrs gesteckt", betonte Berlakovich und kündigte den Start eines Jugendschwerpunktes im klima:aktiv mobil Programm an. Ergänzend zum erfolgreichen klima:aktiv mobil-Programm "Mobilitätsmanagement für Schulen", an dem bereits 125 Schulen aktiv beteiligt sind und 355.000 Autofahrten pro Jahr eingespart werden, wird das Lebensministerium 2010 auch Jugendgruppen, Jugendbetreuer und Jugendorganisationen bei der Entwicklung und Umsetzung von klimafreundlicher Jugendmobilität unterstützen.

Aktion "Schlaue Früchtchen" für gesünderes Schul-Essen

Auch das Engagement der Jugendlichen für ein ökologisches Schul-Essen lobte Berlakovich. "Das Lebensministerium hat im heurigen Schuljahr an rund 300 Schulen die Aktion "Schlaue Früchtchen" gestartet, um bereits Volksschulkindern mit der Verteilung von Obst und Gemüse eine gesunde Ernährungsweise näher zu bringen." Im Sommersemester 2010 können nun weitere Schulen freiwillig am Projekt teilnehmen, und Obst und Gemüse verbilligt anbieten.

Auch dem Thema der Sicherheit bei nanotechnologischen Anwendungen widmet sich das Lebensministerium mit der gerade laufenden Erstellung eines Aktionsplanes. Beim Nichtraucherschutz verwies Berlakovich auf die Zuständigkeit im Gesundheitsministerium.

Mit "Generation Blue" europaweit Vorreiter

"Bei der Umsetzung des 'Aktionsplanes für eine gesunde Umwelt für unsere Kinder' werden wir gemeinsam mit Jugendlichen funktionierende Modelle für eine aktive Jugendbeteiligung entwickeln und weiter vorantreiben. Damit sind wir vorbildhaft für andere WHO Mitgliedsländer", unterstrich Umweltminister Niki Berlakovich, der auch mit der Jugendwasserplattform "Generation Blue" in der Jugendbeteiligung punktet. Hier wird eigens für Jugendliche im Internet alles rund ums Wasser aufbereitet, thematisiert und zu Aktionen aufgerufen (www.generationblue.at). "Jugendlichen sind eine wichtige Säule zur Meinungsbildung. Ich freue mich, jetzt auch über moderne Kommunikationswege wie Facebook und Twitter noch mehr Jugendliche zu erreichen und für Wasserthemen zu interessieren", so Berlakovich. Mit einer You-Tube Anbindung nehmen Wasservideos ab sofort auf der Startseite einen wichtigen Platz ein. Es gibt europaweit kein vergleichbares Projekt auf diesem Gebiet, das von einer nationalen Regierung so forciert und professionalisiert wird wie die Generation Blue in Österreich. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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