Kapellari: Bei Missbrauch nichts unter den Teppich kehren

Graz, 24.02.10 (KAP) Der Grazer Bischof Egon Kapellari spricht sich für eine koordinierte, die Diözesangrenzen überschreitende Vorgangsweise im Kampf gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche aus. Bei der Frühjahrstagung der Österreichischen Bischofskonferenz würden die Bischöfe über das Thema "selbstverständlich beraten", kündigte der Stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz am Mittwoch via diözesane Pressestelle an. Schon vor Jahren eingeführte Schutzmaßnahmen wie Ombudsstellen und Präventionskonzepte würden "überprüft und weiter verbessert". Kapellari wörtlich:
"Übereinstimmende Standards für alle Diözesen, Orden und kirchliche Institutionen halte ich für geboten und werde mich dafür einsetzen."

Deutliche Worte fand der Bischof auch zum Bekanntwerden eines mutmaßlichen Missbrauchfalls durch einen mittlerweile verstorbenen steirischen Priester in den 1970er Jahren. Die Kirche solle sich bei Missbrauchsopfern entschuldigen, "und wir wollen auch alles tun, um Schaden möglichst wieder gut zu machen", so Kapellaris Stellungnahme.

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