MedAustron: Zuschlag für Magnetstahl

Wiener Neustadt (OTS) - Ein weiterer wichtiger Meilenstein im Projekt MedAustron wurde gesetzt - die EBG MedAustron GmbH hat EU-weit 700 Tonnen speziell beschichtete Stahlbänder für die Herstellung von etwa 300 Elektromagneten der MedAustron Teilchenbeschleunigeranlage ausgeschrieben. Seit 2007 wird an der Realisierung von MedAustron auf Hochtouren gearbeitet. Mit der Anschaffung der Stahlbänder wird der nächste greifbare Schritt gesetzt.

Dozent Dr. Benedikt, technischer Projektleiter der EBG MedAustron GmbH am CERN, dem europäischen Kernforschungszentrum in Genf, weist darauf hin, dass "um ein einheitliches physikalisches Verhalten aller 300 Einzelmagneten sicherzustellen, alle 30 unterschiedlichen Magnetserien, unabhängig vom jeweiligen Produzenten, aus ein und demselben Rohmaterial von einem Lieferanten gebaut werden."

Jetzt steht die Lieferantin fest und es handelt sich dabei um ein bekanntes österreichisches Unternehmen, nämlich die voestalpine Stahl GmbH mit Sitz in Linz.

Bei dem nun ausgewählten Produkt handelt es sich um Elektrostahlband, welches nach speziellem isovac(R)-Werkstoffkonzept hergestellt wird, um den hohen Anforderungen des MedAustron Projekts an die Magnetik und Maßgenauigkeit gerecht zu werden. Zusätzlich wird dieser Spezialstahl vom eigenen voestalpine Stahl Service Center in die gewünschten Endabmessungen unterteilt und just-in-time für die Weiterverarbeitung zum Magneten zur Verfügung gestellt. Das gesamte Auftragsvolumen liegt bei etwa 800.000 Euro.

Die voestalpine Stahl GmbH bildet mit dem Schwerpunkt auf der Erzeugung und Verarbeitung von Flachstahlprodukten für die Automobil, Hausgeräte- und Bauindustrie das Kerngeschäft des voestalpine-Konzerns. Die voestalpine-Gruppe ist ein weltweit führender Anbieter bei anspruchsvollen, kundenspezifischen Produkten und Lösungen rund um den Werkstoff Stahl im obersten Qualitäts- und Technologiesegment.

"Die nächste wichtige Etappe im Projekt ist die Ausschreibung der Hauptmagnetserien, die bereits im Laufen ist", so Projektleiter Dr. Benedikt.

Der Geschäftsführer der EBG MedAustron GmbH, Dr. Schima: "Die geistige Leistung von MedAustron beginnt sich nun zu materialisieren."

Man sieht, dass der Entschluss des Landes Niederösterreich, MedAustron zu realisieren auch für die Wirtschaft unmittelbar positive Effekte bringt und damit Wertschöpfung geschaffen wird. "Rauchende Köpfe bringen in diesem Fall auch rauchende Schlote. Die auch und vor allem mit MedAustron verfolgte Strategie, Niederösterreich und die Region Wiener Neustadt zu einem Forschungs-und Technologiezentrum zu machen, wirkt sich schon jetzt aus.", so Mag. Schneeberger, Aufsichtsratsvorsitzender der EBG MedAustron GmbH.

MedAustron ist das geplante Zentrum für Ionentherapie und Forschung in Wiener Neustadt, wo ab 2014 Patientinnen und Patienten mit Protonen (Kerne des Wasserstoffatoms) oder Kohlenstoffionen (Kerne des Kohlenstoffatoms) behandelt werden. Das Kernstück von MedAustron ist der Teilchenbeschleuniger, in dem diese Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, bevor sie in die Strahlzuführung und anschließend in die Bestrahlungsräume münden.

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