Wurm zu Straßenstrich in Innsbruck: VP-Landesrätin Zoller-Frischauf betreibt Gesprächs- und Realitätsverweigerung

Wien (OTS/SK) - "Man kann nicht einfach so tun, als gebe es keinen Straßenstrich in Innsbruck und die Augen vor der Realität verschließen", kritisierte die SPÖ-Frauensprecherin und Tiroler Nationalratsabgeordnete, Gisela Wurm, die Realitäts- und Gesprächsverweigerung von VP-Landesrätin Zoller-Frischauf. In der heutigen Tiroler Tageszeitung betont Zoller-Frischauf, die ÖVP wolle auch im neuen Tiroler Landespolizeigesetz keine rechtliche Regelung des Straßenstrichs und sieht diesbezüglich "keinen Gesprächsbedarf", andererseits moniert sie, dass illegale Prostitution das Zuhälterwesen fördere. "Landesrätin Zoller-Frischauf widerspricht sich hier selbst. Ich fahre jeden Tag über den Südring in Innsbruck und der Straßenstrich ist dort allgegenwärtig, obwohl es ihn offiziell nicht gibt. Es braucht einen vernünftigen Umgang mit diesem sensiblen Thema und nicht feige Diskussionsverweigerung", forderte Wurm. ****

"Die Absicherung und Dekriminalisierung von Frauen in der Prostitution bedeutet auch mehr Schutz vor Gewalt und Ausbeutung", stellte Wurm klar. Verdrängung und Ausgrenzung drängt die Frauen in die Illegalität und das mache es gefährlich, denn die Frauen verschwinden damit in der Schutz- und Rechtlosigkeit. Freiwillige Sexarbeiterinnen brauchen mehr Rechte und sexuell ausgebeuteten Frauen muss der Staat jede Unterstützung zukommen lassen. Es sei auch "scheinheilig", aus Gründen des Tourismus, Bordellgenehmigungen auszuweiten, über andere Formen der Prostitution, die es nun mal auch gibt, jedoch nicht mal reden zu wollen.

Wurm fügte hinzu, dass bei diesem Thema wichtig sei, auch die Männer nicht aus der Verantwortung zu entlassen. Sie müssen sich vergewissern, dass die Frauen ihrer Tätigkeit freiwillig und nicht illegal nachgehen und/oder minderjährig ist, so Wurm. "Diese Frauen, viele davon mit Migrationshintergrund und oft Opfer von Menschenhandel, haben wie alle Menschen, ein Recht auf ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Schutz. Zu tun, als gebe es das nicht, hilft weder den Betroffenen, noch dem Rest der Gesellschaft", so Wurm in Richtung Zoller-Frischauf. (Schluss) up/mp

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