WKÖ-Hochhauser: Große Nachfrage der KMU nach Energieberatungen ruft nach Verlängerung der Förderaktion

Nachfrage nach Energieberatungen durchbricht demnächst Tausender-"Schallmauer"- Energiemanagerausbildung der WKÖ boomt

Wien (OTS/PWK146) - Die österreichischen Unternehmen nutzen
die Atempause bei den Energiepreisen, um ihre Energieperformance zu verbessern. "Die Nachfrage der Klein- und Mittelbetriebe nach Energieeffizienzberatungen ist massiv gestiegen", betont die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser. Seit April 2009 haben Klein- und Mittelbetriebe die Möglichkeit, beim Klima- und Energiefonds einen ge-förderten Scheck für Energieeffizienzberatungen zu beantragen. Während im gesamten vergangenen Jahr bereits gut 700 Schecks angefordert wurden, sind es heuer sogar schon deutlich über 200.

Nach den ersten Monaten Anlaufzeit ist der Energieeffizienzscheck mit den etablierten Beratungsinstrumenten auf Landesebene gut abgestimmt. "Die gemeinsamen Anstrengungen der Länder, der Wirtschaftskammern und des Energieinstituts der Wirtschaft tragen nun Früchte", so Hochhauser. Bei Aktionen dieser Art stelle sich der Erfolg normalerweise erst nach einer gewissen Zeit ein. Umso erfreulicher sei, dass die Aktion bereits im ersten Jahr auf starke Resonanz gestoßen ist und schon nach zehn Monaten die Tausender "Schallmauer" fällt. "Das ruft nach einer Verlängerung dieser sinnvollen Förderaktion, die ökologische Ziele mit ökonomischen Gesichtspunkten verquickt", betont Hochhauser.

Besonders hervorzuheben ist das Hochschnellen der Nachfrage in der Steiermark, von wo seit Jahresbeginn jede zweite Scheckanforderung kam. Dies ist auf die optimale Integration des Instruments in die erfolgreichen "WIN-Programme" des Landes zurückzuführen.

Einen regelrechten Boom registriert die WKÖ zudem bei ihren Energiemanagementausbildungen. Im Jänner wurde der 8. Durchgang des Lehrgangs für Europäische Energiemanager erfolgreich abgeschlossen, gleichzeitig haben zwei weitere Lehrgänge zu laufen begonnen, davon einer erstmals in Graz beim WIFI Steiermark. Auf Grund der hohen Nachfrage bietet die WKÖ heuer in Wien noch einen weiteren Lehrgang mit Beginn im September an. Bis Herbst wird die Zahl der diplomierten europäischen Energiemanager in Österreich von 195 auf rund 240 anwachsen. Damit ist Österreich bei der "Energiemanagerdichte" in ganz Europa führend.

"Die Erfolge können sich sehen lassen: Die bisher ausgearbeiteten Projekte repräsentieren pro Jahr in Summe eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um 190.000 Tonnen CO2-Äquivalente und eine Energieersparnis um 690.000 Megawattstunden", betont Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung Umwelt- und Infrastrukturpolitik in der WKÖ. Etwa die Hälfte der Projekte amortisiert sich so rasch, dass sie auch ohne Förderung realisiert werden können. Die Palette der Projekte reicht von der energetischen Nutzung von Abgasen über die Optimierung von Druckluftsystemen und die Steuerung von Aufzugsanlagen bis hin zur energiesparenden Beleuchtung von Büros und Lagern.

Ein besonderes Glanzlicht des Energiemanagements findet heuer mit der zweiten Europäischen Energiemanagerkonferenz am 29./30. April in der WKÖ statt. Zwei Tage lang wird Wien das Mekka der betrieblichen Energieeffizienz sein. Besonders erfreulich ist, dass österreichische Projekte einen großen Anteil bei den Best-Practise-Workshops ausmachen werden, die dem Erfahrungsaustausch der europäischen "Energiechampions" gewidmet sind. Für drei ausgewählte Top-Projekte wird Energieminister Reinhold Mitterlehner gemeinsam mit WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser die ersten EUREM-Awards verleihen. (SR)

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