AWO: Fokus auf Zukunftsmarkt Schwarzmeer-Region mit Hilfe von Entwicklungsbanken

Enormes Interesse am Schwarzmeer-Forum in der Wirtschaftskammer Österreich - Wirtschaft und Außenpolitik wollen Region gemeinsam für heimische Unternehmen öffnen

Wien (OTS/PWK145) - "Die Schwarzmeer-Region könnte für österreichische Unternehmer zu einer ähnlichen Erfolgsgeschichte werden, wie das in den vergangenen 20 Jahren die Wirtschaftsbeziehungen mit Südosteuropa waren", betonte Georg Krauchenberg von der Außenwirtschaft Österreich (AWO), anlässlich eines prominent besetzen AWO-Forums zum Thema " Schwarzmeerregion:
Ihr Zukunftsmarkt vor der Tür", am Montag in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Neben den Handelsdelegierten aus der Ukraine, Russland, Türkei, Rumänien und Bulgarien, präsentierten Vertreter der Bankenlandschaft, wie z.B. der Österreichischen Entwicklungsbank, Schwarzmeerentwicklungsbank und Weltbank, einen Überblick über Möglichkeiten in dieser Zukunftsregion.

Die Veranstaltung war ein weiterer Schritt im Engagement Österreichs für den Schwarzmeer-Raum. Bereits im März 2009 wurde von WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Außenminister Michael Spindelegger eine gemeinsame Initiative "Donauraum- und Schwarzmeerländer" ins Leben gerufen, um die enormen Chancen aufzuzeigen und diese Zukunftsregion für österreichische Unternehmen verstärkt zu öffnen. Startschuss für den verstärkten Fokus von heimischer Wirtschaft und Außenpolitik war eine große "Schwarzmeer- und Donauraum-Konferenz" im Juni 2009 von Leitl und Spindelegger. Ein gemeinsames Strategiepapier von Bundesregierung und Wirtschaft wird im Juni 2010 präsentiert.

"Die Region ums Schwarze Meer bietet mit rund 200 Mio. Einwohnern einerseits gute Lieferchancen für heimische Betriebe, andererseits enorme Möglichkeiten für Investitionen, da großer Aufholbedarf besteht ", so Krauchenberg. Immerhin haben sich die heimischen Exporte von 1995 bis 2008 auf 5,6 Mrd. Euro verfünffacht. Nach einem krisenbedingten Einbruch 2009 wird 2010 bereits wieder mit einem Wachstum über dem EU-Durchschnitt gerechnet.

Der Schwarzmeer-Experte sieht vor allem in den Bereichen Infrastruktur -von Straße über Bahn bis zur Schifffahrt und Pipelines (Nabucco), Energie (Wasserkraft- und Alternativenergien), Umwelt, Lebensmittelerzeugung, Gesundheit und Fremdenverkehr -, sowohl Wintertourismus (Sotchi 2014) als auch Sommertourismus, große Möglichkeiten für rot-weiß-rote Unternehmen.

Schon jetzt ist Österreich Nummer-1-Investor in Rumänien und Bulgarien, steht an vierter Stelle in der Ukraine, an achter Stelle in Russland und an zehnter in der Türkei. Auf die Kaukasusstaaten Georgien, Armenien und vor allem Aserbaidschan wolle man zukünftig, so Krauchenberg, mehr Augenmerk legen - die AWO sei bereits in allen drei Staaten vertreten.

Neben der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) und der österreichischen Entwicklungsbank gibt es eine eigene Schwarzmeer-Entwicklungsbank, die Projekte in der Region finanziert. Die WKÖ unterstützt heimische Unternehmen mit "Netzwerkprojekte International" (NPI), deren Hauptaufgabe es ist, die Chancen der Teilnahme österreichischer Unternehmen an Projekten, die von internationalen Finanzinstitutionen finanziert sind, zu erhöhen und zu fördern. So werden etwa im Rahmen von go international, der gemeinsamen Initiative von Wirtschaftsministeriums (BMWFJ) und der WKÖ, unter anderem 50 Prozent der Beratungskosten pro Projektgeschäft bis 5.000 Euro gefördert. NPI informiert zudem laufend über neue Möglichkeiten und Entwicklungen, im direkten Kontakt zu den Unternehmen, über Veranstaltungen im Inland und über Reisen ins Ausland. (ES)

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