Strasser unterstützt Forderung nach EU-Zivilschutztruppe

Intensivere Zusammenarbeit im Katastrophenschutz auf EU-Ebene

Brüssel, 23. Februar 2010 (OTS) In den letzten Jahren haben Naturkatastrophen weltweit, aber auch in der EU, tausende Menschenleben gefordert und Kosten von weit über 100 Milliarden Euro verursacht. Der außenpolitische Ausschuss des Europaparlaments forderte heute die EU auf, die Diskussion über die Schaffung einer europäischen Zivilschutztruppe zu forcieren. "Angesichts der Vielzahl und Schwere von Naturkatastrophen ist die Schaffung einer EU-Zivilschutztruppe notwendig. Die bisherige Zusammenarbeit innerhalb Europas hat sich als nicht ausreichend und unzulänglich für ein wirksames Vorgehen gegen Naturkatastrophen erwiesen. Die fehlende Gesamtkoordinierung ist dabei eines der drängendsten Probleme", sagte ÖVP-Europaklubobmann Dr. Ernst Strasser als Mitglied des Außenausschusses. "Wir müssen die vorhandenen Ressourcen der einzelnen Mitgliedstaaten bündeln, um im Krisenfall innerhalb wie außerhalb der EU schnell und effizient Hilfe leisten zu können." ****

Ein derartiger europäischer Mechanismus, für den jeder Mitgliedstaat Ausrüstungen, Mittel und Personal bereitstellen könnte, soll gerade während der Sommermonate in Alarmbereitschaft sein, wenn insbesondere in den Mittelmeerländern die Gefahr von Bränden besteht. "Eine europäische Zivilschutztruppe darf dabei aber die Zuständigkeit der einzelnen Mitgliedstaaten im Sinne des Subsidiaritätsprinzips nicht beeinträchtigen", so Strasser weiter. "Zuständig ist und bleibt das Land selber. Europa muss mit kleinen und ständig verfügbaren Einheiten im Krisenfall solidarisch, effizient und rasch helfen können. Eine solche EU-Zivilschutztruppe muss immer in Dauerbereitschaft sein", betonte Strasser.

Durch die Bildung einer EU-Zivilschutztruppe soll die Koordination verbessert, die Planung optimiert und auch Geld gespart werden. "So kann Europa im Krisenfall, sei es durch eine Flutkatastrophe, Waldbrände, ein Erdbeben, einen Tanker- oder Industrieunfall grenzüberschreitend schneller und besser koordiniert handeln", so Strasser abschließend.

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