Umweltdachverband, Naturschutzbund, OeAV an LH Burgstaller: Lassen Sie nicht zu, dass der Schutz der Alpinregion untergraben wird!

Wien/Salzburg (OTS) -

  • Offener Brief an Burgstaller, Haslauer und Eisl: Unfassbare Pläne des Salzburger Landtages zur Änderung des Naturschutzgesetzes sofort stoppen!
  • Koalition aus SPÖ und ÖVP darf nicht auf Kosten des Naturschutzes in Salzburg regieren
  • Erschließungsdruck auf die Salzburger Bergwelten im Alpinen Ödland droht

Sehr geehrte Frau LH Gabi Burgstaller! Sehr geehrter Herr LH-Stv. Wilfried Haslauer! Sehr geehrter Herr Naturschutz-Landesrat Sepp Eisl! In Salzburg droht im Internationalen Jahr der Biodiversität 2010 ein besonders haarsträubender Affront. Der Salzburger Landtag will in der morgen stattfindenden Ausschusssitzung eine höchst strittige Änderung des Naturschutzgesetzes durchbringen: Das "Alpine Ödland" soll - ohne ordentliches Begutachtungsverfahren - neu definiert werden. Damit würde der geltende Schutz dramatisch ausgehöhlt und das ökologisch bedeutsame Alpine Ödland dem weiteren Erschließungsdruck seitens der Seilbahnwirtschaft wie auch - weil nicht mehr unter ex lege Schutz - grenzenloser intensiver Almwirtschaft ausgesetzt, so Umweltdachverband, Naturschutzbund und Alpenverein unisono. Bei der befürchteten Gesetzesänderung geht es nur nebenbei um den Bau des Tauernmoosliftes im noch unberührten Ödenwinkel - ein für den Natur- und Artenschutz besonderes Kleinod - der wegen des mangelnden öffentlichen Interesses ohnehin nicht genehmigungsfähig ist. Trotzdem wird dieses naturzerstörerische Liftbauvorhaben vorgeschoben, um Stimmung im Salzburger Landtag für eine Anlassgesetzgebung durchzubringen und dafür den Schutz des ökologisch wertvollen alpinen Raumes, der sich durch ein Mosaik an unterschiedlichen Biotopen auszeichnet und unschätzbar für die Sicherung der biologischen Vielfalt ist, weitgehend aufzugeben. In Wahrheit geht es darum, dass der ex lege Schutz des alpinen Ödlandes aufgehoben wird, um weitere Erschließungsprojekte in der Salzburger Bergwelt zu vereinfachen und die Almwirtschaft zu intensivieren, so die Sorge der UnterzeichnerInnen. Wir appellieren daher insbesondere an Sie, sehr geehrte Frau Burgstaller, als SPÖ-Chefin und an Sie, sehr geehrter Herr Haslauer, als ÖVP-Chef und an Sie, sehr geehrter Herr Naturschutz-Landesrat Eisl: Es darf zu keiner generellen Attacke gegen das Naturerbe der Salzburger Berge und somit gegen den Naturschutz kommen! Stoppen Sie diese skandalösen Pläne. Setzen Sie sich dafür ein, dass das Salzburger Naturschutzgesetz und der Schutz der ökologisch wertvollen, artenreichen Alpinregion nicht angetastet werden. Mit freundlichen Grüßen Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes Roman Türk, Vorsitzender Naturschutzbund Salzburg Brigitte Slupetzky, Vorsitzende des OeAV - Landesverbandes Rückfragehinweis:

Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident Umweltdachverband (UWD), Tel. 0664/38 18 462.
Dr. Hannes Augustin, Geschäftsführer Naturschutzbund Salzburg, Tel. 0662/64 29 09-11.
Brigitte Slupetzky, Vorsitzende des OeAV - Landesverbandes,
Tel. 0664/4730489.
Dr.in Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit UWD,
01/40113-0 E-Mail: sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at, http://www.umweltdachverband.at

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