Matznetter: Bankenabgabe hilft Kreditklemme zu lockern

Banken müssen Beitrag zur Krisenfinanzierung leisten

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter begrüßte am Montag die Aussagen von Bundeskanzler Werner Faymann, wonach die Einführung einer Bankenabgabe in absehbarer Zeit kommen werde, obwohl die Banken erbitterten Widerstand geleistet haben. Matznetter betonte: "Die geplante Bankenabgabe dämpft die Kreditvergabe nicht. Das Gegenteil wird voraussichtlich der Fall sein." Die Abgabe hat in der angedachten Form Lenkungseffekte und würde auch das "klassische Kommerzbankgeschäft" fördern, verwies Matznetter auf Angaben der Nationalbank. "Durch die Bankenabgabe würden auch 'abenteuerliche Risikogeschäfte' weniger attraktiv", sagte der SPÖ-Wirtschaftssprecher. ****

Matznetter unterstrich, dass sich die Banken nicht vor ihrer Verantwortung drücken können: "Auch sie müssen einen Beitrag zur Krisenfinanzierung leisten. Die Banken dürfen die Kosten der Abgabe aber nicht auf die Kunden abwälzen. Die Preise für Dienstleistungen entstehen immer noch über Angebot und Nachfrage." Um zu garantieren, dass die Bankenabgabe nicht voll auf die Kunden umgewälzt wird, haben die Schweden eine strenge Gebühren-Beobachtung eingeführt, sagte Matznetter. In Österreich könnten dieses Monitoring die Nationalbank oder die Konsumentenschützer übernehmen. "Sollte aber der Verdacht auf Absprachen entstehen, sind die Kartellbehörden gefordert, den Wettbewerb wieder herzustellen", betonte Matznetter. (Schluss) rb

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003