Etzenberger/Leichtfried: SPÖ NÖ Bauern gegen Erhöhung des Einheitswertes

VP-Bauernbund lässt die kleinen Bauern alleine stehen

St. Pölten (OTS) - "Die ÖVP wollte gemeinsam mit Bauernbund und Landwirtschaftskammer eine massive Erhöhung des Einheitswertes durchsetzen - die SPÖ Bauern haben sich durchgesetzt und die Berechnung wird wie bisher beibehalten", erklärt der Vorsitzende der SPÖ NÖ Bauern, LKR Josef Etzenberger. Kleinere landwirtschaftliche Betriebe hätten durch den VP-Vorschlag massive Verschlechterungen hinnehmen müssen - das land- und forstwirtschaftliche Vermögen hätte sich zwar weiterhin am Ertragswert orientiert, allerdings sollten die öffentlichen Gelder und Zuschläge für Tierbestände mit einbezogen werden. "Mit dem ÖVP-Vorschlag wäre es zu massiven Erhöhungen der Grundsteuer, der Beiträge zur bäuerlichen Sozialversicherung, der Kirchenbeiträge, der Kammerumlagen, der Unfallversicherung gekommen -gleichzeitig aber zu einer Kürzung der Studien-, Schul- und Heimhilfe", so Etzenberger.

Die schlechte Entwicklung der letzten Jahre dürfe nicht einfach weitergeführt werden, erklärt der Agrarsprecher der SPÖ NÖ, LAbg. Mag. Günther Leichfried: "Jeden Tag schließen drei bis vier bäuerliche Betriebe in Niederösterreich, 2009 mussten die Bauern Einkommenseinbußen von mehr als 20 Prozent hinnehmen - es muss endlich gehandelt werden." Die SPÖ NÖ trete ein für ein gerechtes Einkommen der LandwirtInnen: "Die SPÖ Niederösterreich unterstützt klar die Forderungen der Bauern nach fairen Preisen für ihre Produkte. Der Bauernbund lässt wie immer die kleinen Bauern alleine stehen, um den ÖVP-dominierten Genossenschaften weiterhin ihre Gewinne zu sichern!" Die Gewinninteressen der Konzerne stünden im Vordergrund, so Leichtfried: "Denn die ÖVP-FunktionärInnen vertreten in erster Linie sich selbst und nehmen auf die vielen kleinen LandwirtInnen keine Rücksicht!"

Etzenberger sagt den Anliegen der Bauern die vollste Unterstützung der SPÖ zu: "Es zeigt sich bei der derzeitigen Agrar-Förderpolitik, dass die hart arbeitenden kleinen Bauern mit einem Butterbrot abgespeist werden, während die großen Konzerne Millionen lukrieren können", stellt Etzenberger die Ungerechtigkeit des Systems klar. Der Erhalt der vielbeschworenen kleinstrukturierten Landwirtschaft könne jedenfalls nur durch die Reformierung der Förderung erreicht werden:
"Es müssen Förderobergrenzen gezogen werden und die Mittel vor allem in kleineren Betrieben, unter Berg- und Biobauern gerechter verteilt werden. Qualität statt Quantität: Nur so können die hochwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse unserer Bäuerinnen und Bauern nachhaltig gesichert werden!"

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