Deutsche Bischöfe diskutieren Konsequenzen aus Missbrauchsskandal

Freiburg, 22.02.2010 (KAP) Beim brisanten Missbrauchsthema wollen die Bischöfe der 27 deutschen Diözesen diese Woche entscheiden, was zur weiteren Aufarbeitung der Vergehen getan werden muss und welche Konsequenzen sie für die Zukunft ziehen. Die Bischöfe sind dazu am Montag in Freiburg zu ihrer Frühjahrsvollversammlung zusammengekommen. Die Tagung dauert bis Donnerstagabend.

Der Berliner Erzbischof Kardinal Georg Sterzinsky verurteilte zuvor in scharfer Form jegliche Fälle von sexuellem Missbrauch und Misshandlungen in der Kirche. In seinem Fastenhirtenbrief sprach Sterzinsky von einer "Ungeheuerlichkeit". Unabhängig vom Ergebnis der juristischen Untersuchungen "müssen wir schon jetzt einen in seiner Tragweite schwer zu ermessenden Schaden feststellen und alles Fehlverhalten verurteilen und es dem Gericht auch unseres Gottes überantworten".

Die deutsche Bischöfe dürften bei ihren Beratungen auch die Erfahrungen der US-amerikanischen Bischöfe heranziehen. Deren Schritt zu einer "Null-Toleranz-Strategie" bei Missbrauchsfällen lenkte die Debatte weg von den alten Skandalen hin zu einer Zukunftsperspektive für die katholische Kirche.

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(forts. mgl.)
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