Blindenleitsystem der Wiener Linien für Staatspreis Verkehr nominiert

Wiener Linien in puncto Barrierefreiheit international Vorreiter

Wien (OTS) - Das Blindenleitsystem der Wiener Linien, POPTIS,
wurde für den vom BMViT vergebenen Staatspreis Verkehr 2009 nominiert, der diesmal das Thema "Sicher durch Technologie und Kreativität" in den Mittelpunkt stellt. POPTIS ist von den Wiener Linien gemeinsam mit Behindertenorganisationen entwickelt und im Herbst 2008 implementiert worden. Seitdem ist blinden und sehbehinderten Menschen eine selbstbestimmte Fortbewegung im Wiener U-Bahn-Netz möglich. Der Staatspreis Verkehr wird am 17. März verliehen.

POPTIS steht für Pre-On-Post-Trip-Information-System und basiert auf eine im Internet bereit gestellte, übersichtliche Systemarchitektur. Das Blindenleitsystem vereinfacht das Aussteigen, Umsteigen, Einsteigen und den Zugang vom Oberflächenverkehr. Von der Linienebene über die Stationsebene zur Funktionsebene navigiert man zu Hause im Internet, lässt sich über Screenreader-Programme die Texte vorlesen und bereitet sich auf seinen Fahrweg vor.

In der Pre-Trip-Anwendung steht dieses Baukastensystem im Internet auf den barrierefreien Seiten der Wiener Linien zur Verfügung. In der On-Trip-Anwendung kann der Nutzer unterwegs über ein Internet-taugliches Handy oder über einen MP3-Player die Informationen abrufen und sich seinen Gehweg ansagen lassen. In der Post-Trip-Anwendung kann der Anwender sich seine persönlichen Gehwege aus dem Baukastensystem zusammenstellen und jederzeit unterwegs abrufen. POPTIS erfasst das gesamte Wiener U-Bahn-Netz.

Mit POPTIS haben die Wiener Linien ihren seit Jahren konsequenten Weg der Barrierefreiheit fortgesetzt. So sind alle 95 Wiener U-Bahn-Stationen barrierefrei zu erreichen. Ebenso verfügen alle eingesetzten U-Bahn-Züge und Linienbusse über einen barrierefreien Zugang. Sämtliche Infostellen und Fahrkartenautomaten sind für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen problemlos zu erreichen und zu bedienen. Die Straßenbahn-Flotte der Wiener Linien wird stetig mit den Niederflurstraßenbahnen ULF nachgerüstet.

Erst vor wenigen Tagen hat eine Studie des ÖAMTC und 15 weiterer europäischer Autofahrerclubs den Wiener Linien ein hervorragendes Zeugnis bezüglich der barrierefreien Ausgestaltung ihrer Verkehrsmittel und Stationsgebäude ausgestellt. Im internationalen Vergleich nimmt Wien in diesem Bereich eine Spitzenposition ein.

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