Die Heilsarmee: Forderungen im Vorfeld zur Armutskonferenz

Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung unterstreicht die Relevanz der brisanten Thematik

Wien (OTS) - Die Heilsarmee verschreibt sich in Österreich seit über 80 Jahren dem "Kampf gegen die Armut". Mit der Teilnahme bei der diesjährigen Armutskonferenz von 23. - 24. Februar in Salzburg möchte die Heilsarmee ein Mal mehr deutlich machen, welche Zeichen es gegen die Armut zu setzen gilt.

Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung macht überregional deutlich, wie brisant das Thema Armut ist. Auf nationaler Ebene diskutieren namhafte ExpertInnen die Strategien zur Armutsbekämpfung. Vor diesem Hintergrund stellt die Heilsarmee Österreich folgende Forderungen:

  • Entstigmatisierung: Es muss transparent gemacht werden, dass Armut jede/n treffen kann. "In unserer täglichen Arbeit erleben wir es immer wieder, dass die Armut vor keinem Menschen Halt macht. Armut ist keine Schande, aber definitiv ein Anlass zum Handeln, das gilt es bereits in der Schule zu vermitteln.", so Hans-Marcel Leber, Geschäftsführer der Heilsarmee Österreich. Die gesellschaftliche Stigmatisierung belastet die Betroffenen noch zusätzlich, daher versucht die Heilsarmee, ihren Klienten ihr Selbstbewusstsein zurückzugeben und sie auf ihrem steinigen Weg aus der Armutsfalle zu begleiten.
  • Bedarfsorientierte Mindestsicherung: Die Heilsarmee fordert, die Höhe der bedarfsorientierten Mindestsicherung nochmals zu überdenken. Auch gilt es die sinnlose Behauptung, die bedarfsorientierte Mindestsicherung lade zum Nichtstun ein, zu entkräften. Die Arbeitslosigkeit wird künftig nicht abnehmen, sondern zunehmen. Als primäres Ziel sieht die Heilsarmee die gerechtere Verteilung von Lebenschancen. Eine faire Umverteilung durch Steuern und Abgaben kann dazu beitragen.
  • Wohnen: "Wohnen als Grundbedürfnis muss für alle leistbar sein, der soziale Wohnbau muss verstärkt gefördert werden.", so Leber. Die steigenden Mietpreise der letzten Zeit sind alarmierend, Wohnraum als Grundbedürfnis gilt es zu institutionalisieren.
  • Bewusstseinsänderungen: Die Heilsarmee möchte das Bewusstsein für Armut schärfen. "Jede/r einzelne sollte sich bewusst sein, dass auch sie bzw. er etwas zum Kampf gegen die Armut beitragen kann. Wenn wir alle nur die Augen verschließen, wird sich nichts ändern. Oftmals sind es aber schon kleine Gesten, die viel verändern können.", so Leber. Die Heilsarmee Österreich ist auch immer auf der Suche nach ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Die Heilsarmee - seit über 80 Jahren in Österreich

Die Heilsarmee ist eine Hilfsorganisation und christliche Glaubensbewegung, die in ihrem "Kampf gegen die Armut" in weltweit 119 Ländern Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. In Österreich wurde die Heilsarmee 1927 gegründet. Die Hilfsorganisation bietet in Österreich eine breite Palette an Hilfeleistungen und sozialen Einrichtungen wie Männerwohnheim, Betreutes Wohnen, Gefangenenseelsorge und Wohnungslosenarbeit. Die neue sozial betreute Wohnhausanlage Haus Erna wird im Herbst 2010 eröffnet.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/10105

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Stefanie Höring, MAS (PR)
Head of Corporate Communications
Heilsarmee Österreich
Telefon +43 1 214 48 30 32
Mobil +43 664 207 23 66
Mailto: stefanie_hoering@swi.salvationarmy.org
Web: www.heilsarmee.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001