"trend": Keine Seilbahn für den Hauptbahnhof?

Erste Kostenschätzungen für den "cable liner" waren unrealistisch. Jetzt mehren sich auch im Rathaus die kritischen Stimmen.

Wien (OTS) - Wiens Bürgermeister Michael Häupl sprach sich vergangenen Sommer vehement für das Projekt aus, nun aber wackelt der "cable liner" bedenklich. Diese Standseilbahn sollte die Bahnsteige des geplanten Wiener Hauptbahnhofs mit dem Wiener U-Bahn-Netz, konkret mit der Station Südtirolerplatz der U1 verbinden.
"Im Rathaus gibt es einige Skeptiker", zitiert das kommenden Montag erscheinende Wirtschaftsmagazin "trend" einen Insider aus dem Rathaus. Hauptgrund ist die Kostenfrage. In ersten Schätzungen war von dreißig bis vierzig Millionen Euro die Rede, diese Summe sei jedoch, so der "trend", längst nicht mehr realistisch. Denn: "Die Kosten für die Überwindung der Höhenunterschiede zwischen U-Bahnstation, Straßenniveau und Bahnhofshalle waren da noch nicht eingerechnet", tönt es aus dem Rathaus. Tatsächlich müsste auch die U-Bahnstation neuerlich aufwändig umgebaut werden.
Auch sonst überwiegen skeptische Positionen. Die Hauptbeteiligten ÖBB und Wiener Linien sind gegen die Häupl-Idee. Im aktuellen Masterplan des Hauptbahnhofsprojekts sind auch noch keine Cable-Liner-Stationen eingezeichnet. Von Verkehrsplanern wird die Idee durchwegs kritisch gesehen, denn die Fahrgäste müssten auf dem kurzen, rund 300 Meter langen Weg dreimal umsteigen.
Die Entscheidung wurde bereits mehrfach vertagt, nun soll angeblich bis Mitte März - nach erfolgter Kostenschätzung - ein Grundsatzbeschluss fallen.

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