Kassenverhandlungen abgebrochen, kein neuer Termin vereinbart

Steinhart: "Streichung aller Hausbesuche in Wien ist für uns keine Alternative"

Wien (OTS) - Eine "klare Positionierung" forderte heute, Freitagabend, Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart im Anschluss an die vierte Runde der Honorarverhandlungen von der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK). Auch dieses Mal wurde keine Einigung erreicht. "Wir sind der Kasse mit unserem heute vorgelegten Angebot weit entgegengekommen, dieselbe Bereitschaft verlangen wir endlich auch von unserem Vertragspartner", so Steinhart. ****

Die Ärztekammer ist heute von ihrem ursprünglichen Angebot abgerückt und hat die Tarifforderungen entsprechend reduziert. Im Gegenzug fordert die Kammer weiterhin administrative Erleichterungen für die Ordinationen. "Wir haben der Kasse heute die Tür weit geöffnet, nun liegt es an ihr, diese Möglichkeit auch wirklich zu nutzen", betont der Vizepräsident. Die Kasse halte stattdessen nach wie vor an den Plänen zur Schließung zahlreicher Wiener Ordinationen fest.

Zudem wurde eine Frist von drei Wochen vereinbart, "die die Kasse nutzen soll, um uns endlich eine schriftliche Ausformulierung ihres Angebots zukommen zu lassen", so Steinhart. Ein Termin für eine nächste Verhandlungsrunde wurde nicht vereinbart.

Die Kasse beharrt weiterhin auf den Zielen der Balanced Scorecard (BSC) des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, lieferte aber keine neuen Vorschläge dazu. 13 Millionen Euro muss die Kasse einsparen, um die "berüchtigten" BSC-Ziele zu erreichen. "Genauso viel machen jährlich alle Hausbesuche in Wien aus - sollen die Patientinnen und Patienten nun künftig mit ihren Krankheiten allein gelassen werden, nur damit die Kasse ihre Sparziele durchbringt?", so Steinhart.

"Die WGKK-Führung muss endlich ihre Verantwortung übernehmen, schließlich muss die Gesundheitsversorgung in Wien auch künftig gesichert sein", betont der Vizepräsident. (kp)

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