- 19.02.2010, 13:26:23
- /
- OTS0188 OTW0188
Stöger für EU-weites Käfigverbot für Legehennen ab 2012
Kein Hinausschieben der Richtlinie - Gegen polnischen Antrag und für rasche EU-weite Regeln zur Tierschutzkennzeichnung
Wien (OTS) - "Am generellen Verbot der konventionellen
Käfighaltung von Legehennen in der EU ab 2012 darf nicht gerüttelt
werden", reagierte Tierschutzminister Alois Stöger heute Freitag auf
einen entsprechenden Antrag Polens, der beim EU-Agrarministerrat am
Montag eingebracht werden soll. Die EU-Legehennen-Richtlinie sieht
ein Verbot der konventionellen Käfighaltung ab 2012 vor, Polen möchte
diese Frist um mehrere Jahre verschieben. "In Österreich ist diese
Haltungsform bereits seit 1. Jänner 2009 verboten, daher spreche ich
mich klar gegen diesen Rückschritt aus", so Stöger, der damit die
österreichische Position vorgibt. Aus Sicht von Minister Stöger
sollte vielmehr darüber nachgedacht werden, die auf jedem Frischei
verpflichtend vorgesehene Angabe von 0 bis 3 auf dem Ei (0= Bio, 1=
Freilandhaltung, 2= Bodenhaltung, 3= Käfig) auch in den Zutatenlisten
von Lebensmittel mit einem hohen Eianteil anzugeben. Dadurch könnten
die europäischen Konsumenten eine bewusste Kaufentscheidung treffen
und so höhere Tierschutzstandards fördern.
In diesem Zusammenhang begrüßte Stöger auch die Diskussion über eine
Tierschutzkennzeichnung, die nun auf europäischer Ebene mit der
Vorstellung eines Berichts beim EU-Ministerrat gestartet wird. "Der
Verbraucher muss die Möglichkeit bekommen, Produkte aus artgerechter
Haltung einfacher zu erkennen" , so Stöger. Der Bericht der
Europäischen Kommission über Optionen für eine
Tierschutzkennzeichnung und den Aufbau eines europäischen Netzwerks
von Referenzzentren für den Tierschutz und das Wohlergehen der Tiere
zeige auf, dass es Verbrauchergruppen gibt, die Produkte mit
spezifischen Eigenschaften und Merkmalen, auch in Bezug auf den
Tierschutz, kaufen möchten. Diese sollen Produkte aus artgerechter
Haltung einfacher erkennen und wählen können, wodurch die Produzenten
einen wirtschaftlichen Anreiz für die Verbesserung des Tierschutzes
hätten. "Davon würden die Konsumenten, die Landwirte und nicht
zuletzt auch unsere Tiere profitieren", so Stöger.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Gesundheit, Radetzkystraße 2, 1030 Wien
Thomas Geiblinger, Pressesprecher
Tel.: +43/1/71100-4505 , Fax: +43/1/71100-14304
mailto:thomas.geiblinger@bmg.gv.at
http://www.bmg.gv.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/52
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BGF






