- 19.02.2010, 13:21:31
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Kinderschutzexperten in Sorge wegen neuem Jugendhilfegesetz
Plattform Kinder- und Jugendhilfegesetz kritisiert, dass Bund-Länder-Verhandlungen den Experten-Entwurf für modernes Jugendwohlfahrtsgesetz verwässern
Wien, 19.02.2010 (KAP) Eine Plattform aus österreichischen
Kinderschutzexperten übt scharfe Kritik am aktuellen
Verhandlungsprozess zwischen Bund und Ländern über ein neues Kinder-
und Jugendhilfegesetz. Ein von mehr als 60 Experten ausgearbeiteter
Entwurf für ein modernes Jugendwohlfahrtsgesetz mit umfassenden
Qualitätsstandards drohe am Geld zu scheitern, so der Vorwurf der
"Plattform Kinder- und Jugendhilfegesetz" bei einer Pressekonferenz
am Freitag in Wien. Die Länder seien nicht bereit, die angepeilten
Verbesserungen zu finanzieren. In den von "Intransparenz"
gekennzeichneten politischen Verhandlungen würden die
Expertenvorschläge "verwässert" und alle Fortschritte entfernt,
meinte Herbert Paulischin vom Österreichischen Berufsverband der
Sozialarbeiter.
Der "Plattform Kinder- und Jugendhilfegesetz" gehören Organisationen
wie Diakonie, Caritas, die Kinder- und Jugendanwaltschaften und der
Dachverband österreichischer Jugendwohlfahrtseinrichtungen sowie
Berufsverbände von Sozialarbeitern, Psychologen, Psychotherapeuten
und Heilpädagogen an.
Sie fordern für das neue Gesetz die verbindliche Umsetzung
bundesweit einheitlicher Qualitätsstandards in der Jugendwohlfahrt,
zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip bei der Gefährdungsabklärung und
eine verbesserte Kooperation und Informationsweitergabe. Notwendig
sei auch die Erweiterung der Betreuungsmöglichkeiten für junge
Menschen über das 18. Lebensjahr hinaus sowie die Umsetzung der
UN-Konvention über die Kinderrechte in Österreich.
Volltext der Meldung unter www.kathpress.at
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