• 19.02.2010, 11:22:31
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SPÖ-Klubtagung Rust - Podiumsdiskussion "Die Zukunft der Bildung in Wien" (2)

Gemeinschaftsschule als finnischer Erfolgsfaktor

Wien (OTS/SPW-K) - Der finnische Bildungsexperte Prof. Dr. Matti
Meri bestätigt die Bestrebungen von Unterrichtsministerin Claudia
Schmied durch einen kurzen Abriss über das erfolgreiche finnische
Schulsystems: eine Gemeinschaftsschule der ersten bis neunten
Schulstufe, weitgehende Autonomie der Schulen, persönliche Lehrpläne
für jeden einzelnen Schuler und einer pädagogischen Zusatzkraft bei
mehr als fünf Kindern mit Lernschwierigkeiten pro Klasse. Ebenfalls
gut bewährt hat sich die gemeinsame Lehrerausbildung aller Lehrer auf
Masterniveau.

Gruber: offener Zugang zu Universitäten und Hochschulen

"Das österreichische Hochschulwesen präsentiert sich mit
Universitäten, Fachhochschulen, Privatunis und Pädagogischen
Hochschulen als ein ausdifferenziertes System, das sich derzeit im
Umbruch befindet", erklärt Elke Gruber, Expertin für
bildungswissenschaftliche Fragen an der Alpe-Adria-Universität.

Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Universitäts- und
Hochschulwesens besonders bedeutsam, hält Gruber den offenen Zugang
zu Bildungseinrichtungen, ein breites Angebot für Studierende mit
verstärkten Angeboten an Berufstätige, sowie eine größere
inhaltlich-fachliche Durchlässigkeit zwischen den Disziplinen.

Peschek: Österreich braucht ein Bildungssystem ohne soziale
Barrieren

"Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen in der
Berufsausbildung. Es geht in dieser darum, möglichst breit
aufgestellt zu sein. Deshalb braucht es vor dem Berufseinstieg eine
gute Basisbildung", stellt der Vorsitzendes der sozialdemokratischen
Gewerkschaftsjugend, Christoph Peschek, in seinem Debattenbeitrag
fest.

Peschek spricht sich für ein "durchgängiges Bildungssystem ohne
soziale Barrieren, das den gesellschaftlichen Fortschritt
vorantreibt", aus. An die ÖVP richtet er die Aufforderung, ihre
ablehnende Haltung gegenüber der gemeinsamen Schule aller 10- bis
14Jährigen aufzugeben. Nicht zuletzt regt Peschek eine Ausweitung der
Berufsschulzeit an. "Ziel muss es sein, dass am Ende der Lehre keine
Sackgasse besteht, sondern dass die Chance eines Besuchs
weiterführender Bildungseinrichtungen wie Universität oder
Fachhochschule sichergestellt wird. Bildung ist der Motor des
gesellschaftlichen Fortschritts", zitiert Peschek den vormaligen
Sozialminister Alfred Dallinger.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Thomas Kluger
mobil +43 664 826 84 27
mailto:thomas.kluger@spw.at
http://www.rathausklub.spoe.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/198

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