• 19.02.2010, 09:49:15
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Volkshilfe Präsident Weidenholzer zum Welttag für soziale Gerechtigkeit

Gerechte Besteuerung von Vermögen gefordert

Wien (OTS) - Anlässlich des "Welttags der Sozialen Gerechtigkeit"
am 20. Februar weist Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef
Weidenholzer auf die ungerechte Verteilung von Reichtum in Österreich
hin und bekräftigt Forderungen der Volkshilfe nach der Einführung
vermögensbezogener Steuern.

"In Österreich werden die Gegensätze zwischen arm und reich immer
größer. Das schadet nicht nur finanziell Schwachen, sondern stellt
auch eine Gefahr für den sozialen Frieden dar. Statt über eine
Erhöhung der Mehrwertsteuer zu spekulieren, müssen wir für soziale
Gerechtigkeit sorgen. Die Wohlhabenden müssen in die Pflicht genommen
werden, einen angemessenen Beitrag zum Erhalt des Sozialstaates und
des sozialen Friedens zu leisten.", fordert Weidenholzer.

Wie ungleich Reichtum in unsere Land verteilt ist, zeigt eine
jüngst veröffentlichte Studie der Österreichischen Nationalbank: Ein
winziger Kreis von nur zehn Personen besitzt
Unternehmensbeteiligungen in der Höhe von insgesamt fünf Milliarden
Euro. Das ist mehr als ein Viertel des Werts aller Firmen, die als
GmbH organisiert sind. Die "obersten 10 Prozent" nennen mit 17,1
Milliarden 92 Prozent des Gesamtvermögens von 18,6 Milliarden ihr
Eigen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Verteilung des gesamten
Geldvermögens: Das oberste Prozent hält 27 Prozent des
Geldvermögens, das Top-Zehntel kann über die Hälfte für sich
verbuchen.

"Wenn also bei der Einführung neuer Steuern auf Vermögen behauptet
wird, dass der breite Mittelstand zahlen muss, so ist Ausdruck einer
Klientelpolitik.", so Weidenholzer. "Eine Angleichung der
vermögensbezogenen Steuern auf den EU-Durchschnitt würde dringend
notwendige Investitionen in den Bereichen Bildung, Pflege und
Gesundheit ermöglichen. Das wäre mehr als gerecht, denn nicht nur die
Banken haben Probleme, sondern auch die Menschen."

Die Volkshilfe begrüßt deshalb die Initiative des Bundeskanzlers
für eine Solidarbeitrag der österreichischen Banken und eine EU-weite
Transaktionssteuer.

Volkshilfe Spendenkonto der Aktion "Armut tut weh.": PSK 90.175.000,
BLZ 60000

Rückfragehinweis:

Rainer Stoiber
   Kommunikation
   Mobil: 0676 83 402 216
   E-Mail: rainer.stoiber@volkshilfe.at
   
   
   Mag.a Verena Fabris 
   Leiterin Asyl & Migration, Armut 
   Mobil: 0676 83 402 220 
   E-Mail: verena.fabris@volkshilfe.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/334

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