• 19.02.2010, 09:30:11
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Natureis: Vorsicht vor Einbrüchen

Zugefrorene Gewässer sollte man nicht alleine betreten, rät das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Bei Tauwetter herrscht große Gefahr.

Wien (OTS) - Eislaufen gehört neben Schifahren und Snowboarden zu
den beliebtesten Wintersportarten der Österreicher. Mehr als eine
Million Menschen nützen Österreichs zugefrorene Gewässer und
künstliche Eisflächen zum winterlichen Vergnügen auf zwei Kufen.
"Eislaufen ist ein idealer Sport, da das Herz-Kreislauf-System
gestärkt und die Koordinationsfähigkeit trainiert wird", erklärt Dr.
Anton Dunzendorfer, Bereichsleiter Forschung und Wissensmanagement im
Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Doch nicht immer läuft am
Eis auch alles glatt. Rund 3300 Österreicher verletzten sich im Jahr
2008 beim Eislaufen. 15 Prozent aller Eislaufverletzungen sind
Gehirnerschütterungen. "Beim Eislaufen besteht die Gefahr nach hinten
zu stürzen und sich beim Aufprall den Kopf zu verletzen. Ein Helm ist
daher empfehlenswert, vor allem für Kinder, aber auch für
Erwachsene", sagt Dunzendorfer. Kinder sind die am meisten gefährdete
Personengruppe. Sechs von zehn Eislaufunfällen passieren Kindern
unter 14 Jahren. Als besonders gefährliches Gelände gilt das Natureis
- hier passieren im langjährigen Durchschnitt rund 13 Prozent aller
Unfälle in Schlittschuhen. Zugefrorene Gewässer bergen im Vergleich
zu künstlichen Eisplätzen zwei weitere Gefahren: Erstens gibt es hier
Stolperfallen durch Unebenheiten oder eingefrorene Äste. Zweitens
kann das Eis brechen. Das passiert zwar relativ selten, doch im
schlimmsten Fall können solche Unfälle auch tödlich enden. "Bevor man
sich auf Natureis begibt, ist es unbedingt notwendig, sich über die
Eisdicke zu informieren", empfiehlt Dunzendorfer. Am besten, man
fragt bei der Gemeinde oder bei Ortskundigen nach, ob die Fläche zum
Eislaufen freigegeben ist. Auf allen Flächen gilt: Das Betreten
erfolgt auf eigene Gefahr. Auf keinen Fall sollte man bei ungewissen
Eisverhältnissen oder nach Tauwetter das Eis betreten. Auch
Eisflächen mit offenen Stellen, Rissen oder Sprüngen bergen eine hohe
Einbruchgefahr. Wer abseits von vielbefahrenen Bereichen fährt, geht
ein erhöhtes Risiko ein, einzubrechen.

Nach Einbruch: Auch Helfer absichern

Merkt man, dass die Eisfläche, auf der man sich befindet, bricht,
legt man sich am besten auf den Bauch und versucht von der
Gefahrenstelle wegzukriechen. Bricht jemand ins Eis ein, ist Eile
geboten, da der Eingebrochene schnell unterkühlen kann. Helfer
sollten sich nur mit Sicherung durch einen Zweiten oder mit
Seilsicherung und in Bauchlage der Einbruchsstelle nähern. "Auf
Natureis sollte man nie alleine Eislaufen, damit im Ernstfall rasch
Hilfe geleistet und Retter alarmiert werden können", sagt
Dunzendorfer. Der Verunfallte soll sich selbst durch seitlich
ausgestreckte Arme Halt auf der Eisdecke verschaffen und versuchen,
sich in die Richtung auf das Eis zu schieben, aus der er gekommen
ist. Nach der Bergung des Verunglückten benötigt dieser umgehend
Wärmezufuhr und eine ärztliche Untersuchung.

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Florian Stadtthaler
Tel.: 0577077-1904
mailto:florian.stadtthaler@kfv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/128

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