via donau begrüßt neuen Wasserbewirtschaftungsplan für Donaueinzugsgebiet

Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler: "Ökologen und Techniker müssen an einem Strang ziehen"

Wien (OTS) - "Ich bin überzeugt, dass Infrastrukturmaßnahmen für die Wasserstraße Hand in Hand mit dem Schutz und der teilweisen Wiederherstellung der Ökosysteme gehen können. Dazu ist es notwendig, dass die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen eng und nachhaltig zusammenarbeiten: Ökologen und Techniker müssen zum Schutz der Donau an einem gemeinsamen Strang ziehen", erklärte der via donau-Geschäftsführer heute, Dienstag, anlässlich der Verabschiedung der Donaudeklaration "Danube basin - shared waters, joined responsibilities" in Wien.

Als Vertreter der österreichischen Wasserstraßengesellschaft sprach Hasenbichler von der Notwendigkeit ganzheitlicher Planungskonzepte, um echte Win-win-Situationen entlang der Donau zu schaffen. "Es geht um einen ausgewogenen Interessensabgleich zwischen Schifffahrt und Umweltschutz. Das wollen wir etwa auch mit dem Flussbaulichen Gesamtprojekt Donau östlich von Wien erreichen. Was alles möglich ist, haben wir schon mit dem Projekt des Uferrückbaus vis a vis von Hainburg bewiesen: Gemeinsam mit dem Nationalpark Donau-Auen wurde dieses Projekt realisiert und von der EU/Generaldirektion Umwelt als eines der besten LIFE-Projekte ausgezeichnet. Wenn es also in der heute verabschiedeten Deklaration unter anderem darum geht, auch Aulandschaften wieder stärker an den Fluss anzubinden, so können wir das als Infrastrukturunternehmen vollinhaltlich unterstützen", so Hasenbichler.

via donau, die gesetzlich sowohl für die Förderung der Donauschifffahrt als auch für den Schutz von Fauna und Flora der Donau zuständig ist, verfolgt mit dem Flussbaulichen Gesamtprojekt drei gleichrangige Ziele:

  • Verhindern, dass sich die Donau weiter eintieft. Damit können auch die sinkenden Oberflächen- und Grundwasserspiegel stabilisiert werden.
  • Die ökologischen Verhältnisse im Nationalpark Donau-Auen aufrecht erhalten bzw. verbessern. Dies geschieht, indem befestigte Uferbereiche rückgebaut und Altarme an den Hauptstrom angebunden werden. Dadurch wird die wieder besser an den Donaufluss angebunden.
  • Die Verbesserung der Fahrwasserbedingungen für die Schifffahrt. Dadurch kann der steigende Warenverkehr, vor allem Richtung Osteuropa, zuverlässig mit dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel Schiff abgewickelt werden.

Die Planung dieses Projektes wurde von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau als "Best Practice" gewürdigt. Dies unter anderem auch deswegen, weil via donau von Anfang an anerkannte Experten aus den Bereichen Ökologie, Wasserbau, Schifffahrt, Regionalwirtschaft sowie den Nationalpark Donauauen in die Planungen des FGP involviert hat.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1110

Rückfragen & Kontakt:

via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Mag. Eva Michlits
1220 Wien, Donau-City-Straße 1
presse@via-donau.org, www.via-donau.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VIA0001