Kärntner Resolution fordert Genehmigung von weiteren Standorten der Neuen Mittelschule

LH Dörfler: Kärnten Vorreiter bei Schulversuch - LHStv. Scheuch: Deckelung aufheben und zugesagte Standorte genehmigen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärnten war immer Vorreiter und Unterstützer des Schulversuches Neue Mittelschule (NMS) und hat von Anfang an großes Interesse an der Entwicklung einer Schulreform gezeigt. Mit viel Zeitaufwand und Energie und auch durch Einsatz von Landesmitteln hat Kärnten die Neue Mittelschule als erstes Bundesland im Schuljahr 2008/09 umgesetzt. Da nicht alle eingereichten Kärntner NMS-Standorte genehmigt wurden, hat das Kollegium der Kärntner Landesregierung heute, Dienstag, eine Resolution an den Bund beschlossen.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler verwies im Pressefoyer nach der Regierungssitzung auf die große Enttäuschung in den betroffenen Regionen, vor allem in Radenthein, Seeboden oder Spittal. Er meinte, dass Bildungsministerin Claudia Schmied "vom Finanzminister eingebremst wurde". Die Ministerin solle nun auf den Finanzminister einwirken, so dass es doch noch zur Genehmigung dieser Standorte komme. "Die Kärntner Projekte wurden alle sehr gut vorbereitet und wir hoffen daher, dass unsere Resolution Wirkung zeigt", so Dörfler.

"Leider wurden weder alle zugesagten Standorte genehmigt, noch die Zehn-Prozent-Deckelung für den Schulversuch aufgehoben. Aus diesem Grund habe ich in die heutige Regierungssitzung eine Resolution eingebracht, mit welcher wir die Bundesregierung, insbesondere die Unterrichtsministerin auffordern, in Verhandlungen mit dem Finanzministerium die österreichweite Zehn-Prozent-Deckelung für den Schulversuch Neue Mittelschule aufzuheben und die zugesagten Standorte für Kärnten zu genehmigen", erklärte Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch.

Scheuch verwies auch darauf, dass die Neue Mittelschule seitens des Bildungsministeriums und besonders von der Bildungsministerin massiv beworben und dass in persönlichen Gesprächen die Genehmigung von Standorten in Aussicht gestellt worden sei. "Dass sich jetzt die Verantwortlichen im Bund von Standorten verabschieden und keine Flexibilität im Sinne der betroffenen Kinder und Familien zeigen, ist für uns unverständlich und kann nicht akzeptiert werden", so der Bildungsreferent.

Von pädagogischer Seite wird die neue Form der Unterrichtsgestaltung mit Teamteaching und Projektunterricht begrüßt. Sowohl Lehrer als auch Eltern unterstützen die NMS laut Scheuch massiv. "Viele Hauptschulstandorte haben sich in den letzten Monaten intensiv mit dem neuen pädagogischen Konzept der NMS beschäftigt, sich vorbereitet und mit Partnerschulen Konzepte erarbeitet sowie Fortbildungen besucht", so Scheuch. Ziel der Neuen Mittelschule soll eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen sein, um die frühe Selektion zu vermeiden und damit den Kindern bessere Bildungschancen sowie Chancen in der Berufs- und Arbeitswelt zu bieten.
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