VP-Leeb und VP-Strobl: Schule als sozialer Brennpunkt der Gesellschaft

Stadt Wien vergisst auf notwendige Sozialarbeit an Wiens Schulen

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz gingen ÖVP Wien Stadträtin Isabella Leeb und Stadtschulrats-Vizepräsident Walter Strobl auf die katastrophalen Zustände der Wiener Schulsozialarbeit ein, die sich von Jahr zu Jahr verschlechtert haben und noch weiter verschlechtern werden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand - die Schule hat mittlerweilen Problemstelllungen zu lösen, die nicht an der Schule entstehen, sondern an diese delegiert werden. Dazu Stadträtin Leeb "Probleme junger Menschen werden zunehmend nicht mehr in der Familie besprochen und nach Möglichkeit gelöst, sondern damit soll sich, so die Meinung vieler Eltern, die Schule auseinandersetzen. Das Lehrpersonal ist damit aber meist überfordert. Leidtragender ist der Schüler, die Schülerin. Die Folge davon: viele scheitern in ihrer Schulkarriere und landen als Generation Hoffnungslos am Arbeitsmarkt und im allerschlimmsten Fall in der Kriminalität. Die persönlichen Auswirkungen für jeden einzelnen und die damit auch verbundenen volkswirtschaftlichen Auswirkungen sind immens. Eigenständige, nicht der Schulverwaltung untergeordnete Schulsozialarbeit ist ein guter Weg dem entgegen zu wirken. Modelle aus dem Ausland zeigen, dass eine moderne Schulsozialarbeit nicht nur sozialen Frieden sicherstellt und spätere soziale Probleme spart, sondern auch hilft die volkswirtschaftlichen Folgekosten zu senken."

Zusätzlich eingestellte Schulsozialarbeiter sind ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Zur aktuellen Situation der neu eingeführten Schulsozialarbeiter meint SSR-Vizepräsident Walter Strobl: "Die Schulsozialarbeit richtet sich an Kinder, Jugendliche, Eltern und LehrerInnen, die in emotionaler und sozialer Hinsicht Unterstützung benötigen. Die im Oktober 09 eingestellten Schulsozialarbeiter sind bei ca. 600 Schulen ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zusätzlich sitzen diese noch auf Lehrer-Dienstposten, die ohne jegliche Kompetenzen ausgestattet sind. Was sollen diese tun? Nur gut zureden alleine wird nicht reichen bei den tiefgreifenden Problemen an den Schulen."

VP-Stadträtin Leeb ergänzt: "Es genügt nicht auf dilettantische Art und Weise Sozialarbeiter einzusetzen, wo nicht einmal die MA 11 weiß, was sie mit ihnen tun sollen. Akteneinsicht kann ihnen auf Grund der Amtsverschwiegenheit jedenfalls nicht gewährt werden. Die ÖVP Wien fordert daher für jede Wiener Schule einen fixen Sozialarbeiter. Unser Plan kann in mehreren Phasen umgesetzt werden, allerdings sollte an den Hot Spots so schnell als möglich gestartet werden."

Zufriedene Kinder, Eltern und Lehrer sind beste PR für funktionierendes Bildungssystem

"Für reine Placebos der Rathaus-Roten hat die SP-Stadtregierung in den letzten Jahren schon genug Geld beim Fenster hinausgeworfen. Allein im Bildungsressort wurden aus Steuergeldern in der vergangenen Legislaturperiode 22,5 Millionen Euro für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Geld das treffsicher in sinnvolle Schulsozialarbeit investiert werden könnte. Auch SP-Stadtrat Oxonitsch sei ins Stammbuch geschrieben, dass eine Ganztagsschule auch nur mit einer erfolgreichen Schulsozialarbeit funktionieren wird können. Zufriedene Kinder, Eltern und Lehrer sind die beste PR für ein funktionierendes Bildungssystem", so Leeb abschließend.

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